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Albert-Einstein-Realschule Essen-Rellinghausen

RL "Anfangs tränten meine Augen"

Den Arbeitsmarkt kennenlernen


Jan Braitsch im Stationszimmer, er hat alles im Griff.

Jan springt auf. Ruf auf Zimmer 14. Da muss Jan nach dem Rechten sehen, denn die Patienten der Unfallchirurgie im Uni-Klinikum sind "seine" Patienten. Kaum ist er unterwegs, geht schon ein neuer Ruf ein. Auf Zimmer 17 hat sich jemand gemeldet. "Wenn jemand klingelt, geh' ich hin", berichtet der Schüler. Er hilft beim Gang zum Klo, bei der Medikamenteneinnahme oder beantwortet Fragen der Patienten.


Florian Schmitz kümmert sich im evangelischen Kindergarten Humboldtpinguine in Haarzopf um die Kleinsten.


Anna-Katharina Bremkens ist beim Fachverlag EW Medien und Kongresse in Kettwig. Hier tippt sie gerade Grundschulen ins System ein. Zuletzt hat sie noch an einer Abschlusskonferenz teilgenommen, in der eine Monatszeitschrift vorgestellt wurde.

Jan ist einer der rund 90 AES-Schüler des 9er-Jahrgangs, die gerade ihr dreiwöchiges Praktikum zur Berufsorientierung absolvieren. Sinn der Sache: Den Arbeitsmarkt kennenzulernen, seine eigenen Neigungen zu testen und Erfahrungen zu sammeln und Einblicke in Firmen und Berufe zu gewinnen. Denn in etwas mehr als einem Jahr steht die Entscheidung an, wie der eigene Bildungsweg weitergeht. Und so beginnt Jan jeden Morgen um 7 Uhr seinen Dienst, misst den Blutdruck der Patienten, trägt die Werte in Tabellen ein und arbeitet seine Schicht ab. Seine Profi Kolleginnen sind sehr angetan von ihm. Sie bescheinigen ihm durchweg selbstbewusstes, sicheres Auftreten und einen angemessenen Umgang mit Patienten, "auch mit Demenz-Erkrankten, was oft eine besondere Herausforderung darstellt. Er ist gut angekommen."


Lisa Krein und Hannah Vogt an ihrem Arbeitsplatz. Stationsleiter Joachim Peters ist sehr zufrieden.


Malte Mannheims in der Kettwiger Kindertagesstätte Mintarder Weg mit typischen Wandschmuck.

Ungewohnt früh beginnen auch Hannah und Lisa ihre Schicht in der Augenklinik des Universitätsklinikums Essen. Ab sieben Uhr sind die beiden unterwegs durch die Krankenzimmer messen Blutdruck, geben Tropfen, nehmen die Augenwäsche vor, machen Betten, wenn nötig, fahren Patienten zur OP. Sie bewegen sich souverän in ihrem neuen Umfeld und Stationsleiter Joachim Peters attestiert ihnen absolute Zuverlässigkeit: "Ich bin total zufrieden." Lisa interessiert sich für den Arztberuf und die beiden liebäugeln mit medizinischer Ausbildung. Joachim Peters sieht für sie gute Chancen. "Ihre Bewerbungen haben zurzeit grundsätzlich gute Aussichten. Es ist ein sehr anspruchsvoller Beruf und die Ausbildung an unserer eigenen Krankenpflegeschule vermittelt intensiv medizinische Inhalte." Die beiden haben viel Freude an der Arbeit, vom frühen Beginn mal abgesehen. Auch anfängliche Zurückhaltung den empfindlichen Augen gegenüber ist kein Thema mehr. Hannah: "Anfangs tränten meine eigenen Augen, wenn ich Tropfen gegeben habe. Das ist vorbei."


Ton in Ton: Noah Ochtrop leistet sein Praktikum bei Bläsing Blitz, Anbieter von Blitz- und Lichtsystemen für Profi-Fotografie in Werden. Er scheint in der Werkstatt zu Hause zu sein, schließlich hat er dort zum Beispiel Kleinteile zusammengeschweißt.


Jolina Rother macht im Werdener St. Josef Krankenhaus eine gute Figur im OP-Dress. Sie misst den Blutdruck der Patienten und begleitet die Ärzte bei der Visite.


Sie kann schon allerhand erklären: Julia Heupel am Schaubild in der Arztpraxis.

Die Praxis der Hausärzte Kettwig hat Julia einen Praktikumsplatz angeboten. Sie arbeitet dort im Aufgabengebiet einer medizinisch-technischen Angestellten. Ihr Team aus 3 Helferinnen und zwei Ärzten hat sie sehr nett aufgenommen. Sie fühlt sich wohl und erfährt große Zufriedenheit mit ihren Leistungen. Julia misst Blutdruck und Puls, macht EKG-Messungen und assistiert beim Ultraschall. Viel Zeit für Interviews hat sie allerdings nicht, sie muss gleich wieder ran.
Michael Rausch



Veröffentlicht am:
20.02.2017

 


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