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Albert-Einstein-Realschule Essen-Rellinghausen

KE Rebecca in Bella Italia

Seit 20 Jahren ermöglicht die Krupp-Stiftung schon Auslandspraktika und in diesem Jahr konnten 11 Schülerinnen und Schüler der Albert-Einstein-Real-schule daran teilnehmen. Rebecca Seien durfte nach San Felice Circeo, Italien. Sie erzählt in einem Interview von ihren Erfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

Versuche doch einmal in einem Satz das Erlebnis Auslandspraktikum zusammenzufassen.
Es war ein unglaubliches und einzigartiges Ereignis und daher hat sich der Aufwand, der dazugehörte wirklich gelohnt. Ich wurde super empfangen und auch traurig wieder verabschiedet, denn es war eine schöne Zeit. Die Erinnerungen werden mir auf jeden Fall noch lange im Gedächtnis bleiben.

Was musstest du denn leisten, um einen der beliebten Praktikumsplätze zu ergattern?
Ich musste für mein Praktikum ein Anschreiben und eine vollständige Bewerbung schreiben. Außerdem gehörte ein Aufsatz zu folgenden Themen dazu: "Welche Ziele haben Sie für Ihren persönlichen Werdegang? Was glauben Sie, haben Sie davon in 5 Jahren erreicht?" Darüber mussten wir 2 Seiten schreiben.



Bei dem anderen Thema sollten wir uns mit dem Praktikum auseinandersetzen: "Was erwarten Sie von dem Praktikum? Wie bereiten Sie sich darauf vor und mit welchen Schwierigkeiten rechnen Sie?"

Darüber hinaus musste ein Lebenslauf auf Deutsch und Englisch verfasst werden. Außerdem sollten auch formelle Dinge, wie die Kopie des letzten Schulzeugnisses und Zertifikate eingereicht werden. Wenn man Glück hatte, wurde man dann zu Auswahl-gesprächen eingeladen.
 
Nenne doch einmal zwei Dinge, die dir besonders viel Spaß gemacht haben und stelle uns zwei Veränderungswünsche am Praktikum vor.
Ich glaube der witzigste Moment war, als meine Mitstipendiatin und ich uns in der Stadt verlaufen haben und wir einen Italiener nach dem Weg fragten. Er erklärte uns mit Zeichensprache, dass wir dort ganz falsch waren. Nach dem ausführlichen Gespräch mit dem netten Italiener wussten wir zwar, dass wir falsch waren, aber nicht, wo wir hinmussten.

Der emotionalste Moment war auf jeden Fall zu Ostern. Von allen Osterfesten, die ich jemals erlebt habe, ist es noch nie so gewesen wie in Italien. Es war voller Harmonie,  und ich denke gerne daran, dass wir dort alle zusammen halfen, das Osteressen vorzubereiten. An Ostern ist es traditionell in Italien so, dass man an einem Tag ein Picknick macht. Wir deckten draußen auf der Terrasse Tische und stellten das Essen in Form eines riesigen Buffets auf. Es war alles so familiär, obwohl man sich mit den meisten nicht viel verständigen konnte. Aber ich habe in diesen 4 Wochen eine Menge gelernt.

Beschreibe doch einmal, wie dein Alltag in Italien aussah.
Mein Alltag war sehr vielfältig und abwechslungsreich. Ich durfte viele Sachen ausprobieren und mir wurden auch private Einblicke geboten. Zum Beispiel durfte ich die Wohnung meiner Chefin kennen lernen. Mein Aufgabengebiet umfasste  die praktischen Tätigkeiten rund um den Service-und den Barbereich. Ich war dafür verantwortlich, den Frühstücks-und Abendbetrieb vorzubereiten, bei festlichen Anlässen einzudecken und zu servieren. Die Bar musste ich mit fehlenden Getränken füllen und bei Lieferungen die Speisen und Getränke ausräumen. Ich durfte auch beim Einkauf auf den Großmarkt mit, um einen Einblick zu bekommen.
 
Welchen Tipp kannst du den Schülerinnen und Schülern geben, die sich auch für das Auslandspraktikum bewerben möchten?
Mein einziger Tipp ist es, sich einfach zu trauen und den Aufwand auf sich zu nehmen, denn das Ergebnis lohnt sich auf alle Fälle. Wenn man das geschafft hat und in die engere Auswahl kommt, muss man das Bewerbungsgespräch überstehen. Sei selbstbewusst und einfach du selbst! Ich bin mir sicher, dass auch du davon sichtlich beeindruckt bist, wenn du aus diesem Praktikum kommst

Welche Eindrücke aus dem Praktikum sind für deine Zukunft besonders wichtig?
 Zusätzlich zum Auslandspraktikum haben wir eine Menge extra Programm angeboten bekommen. Einen Informationsabend für Eltern und Schüler, einen Besuch des Folkwang Museums, ein 2-tägiger Englischkurs und ein 2-tägiger Benimmkurs. Außerdem gab es nach dem Praktikum einen Austausch in der Villa Hügel, zu dem auch die Presse eingeladen war.

Vielen Dank!



Veröffentlicht am:
14.07.2017

 


URL: http://aes-essen.de/?section=news&cmd=details&newsid=784&printview=1
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