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Albert-Einstein-Realschule Essen-Rellinghausen

KE Tag für Afrika - ein toller Erfolg



Die Albert-Einstein Realschule in Kettwig hat dieses Jahr zum ersten Mal den "Tag für Afrika" im Programm festgeschrieben. Aber was ist das überhaupt? Die Vermutung liegt nahe, dass es etwas mit Spenden für Afrika zu tun hat. Das stimmt auch. In Rellinghausen hat dieser Aktionstag bereits eine längere Tradition. Begonnen hat er auf Initiative einer ehemaligen Schülerin, die in Afrika (Ghana) gearbeitet hat und deren Projekt ein paar Jahre lang gezielt unterstützt wurde. Als sich die Zusammenarbeit auflöste, hat die AES sich einem großen Projekt angeschlossen und hilft über die "Aktion Tagwerk".

In Kettwig wollten wir uns das dieses Jahr eigentlich erst mal aus der Ferne ansehen und überlegen, wie wir das bei uns umsetzen können. Aber was wäre das für eine verpasste Chance! Der Tag steht doch schon im Timer und unsere Partnerschule könnte Unterstützung wirklich gebrauchen. Partnerschule? Welche Partnerschule? Leider hat es sich selbst bei vielen Eltern und Schülern noch immer nicht herumgesprochen, dass wir eine Partnerschule in Tansania haben, nämlich die Tunamkumbuka Secondary School in Bwagura. Auf Initiative von Herrn Pfannschmidt (Lehrer unsere Schule) und Frau Althaus (evangelische Pastorin in Kettwig) wurde die Partnerschaft vor vier Jahren ins Leben gerufen. Einzelne Klassen haben schon Briefwechsel mit dortigen Schülern auf Englisch geführt und im letzten Jahr hat uns eine Delegation von dort in der Schule besucht und einzelne Klassen kennengelernt. Wir haben im Anschluss daran mit einer Backaktion und einem Spendenaufruf Geld gesammelt und einen Besuch in einem Chemiewerk unterstützt. Das war für die Schüler aus zwei Gründen wichtig. Zum einen gab es den Schülern die Möglichkeit, in den dortigen Laboren ihr theoretisches Wissen praktisch auszuprobieren. Zum anderen hat es den älteren Schülern die Chance geboten, sich von ihrer besten Seite zu zeigen und sich für einen zukünftigen Arbeitsplatz zu bewerben.

Auch in diesem Jahr würde sich die afrikanische Schule über Unterstützung freuen. Es gibt viele Familien, die kaum in der Lage sind, das geringe Schulgeld aufzubringen. Für dortige Kinder und besonders für Mädchen ist es keine Selbstverständlichkeit so lange zur Schule zu gehen, da es für die Eltern eine kaum zu tragende Belastung ist, statt Unterstützung bei der Arbeit zu bekommen auch noch zahlen zu müssen. 

Die Reaktion vieler Schüler auf den kurzfristigen Aufruf nicht etwa Papa und Mama spenden zu lassen sondern selber etwas zu tun, um zu helfen, hat mich sehr beeindruckt und gefreut. Gerade die jüngeren Schüler waren mit viel Engagement auf der Suche nach einem Arbeitsplatz oder einer tollen Geschäftsidee. Aber auch einige der älteren Schüler haben trotz der hohen Temperaturen ordentlich geschuftet. Ihnen wurde von netten Menschen die Möglichkeit geboten, in Cafés ,Geschäften, Gärten und Vorgärten zu arbeiten oder die Kinder verkauften Limonade oder Selbstgebackenes. Ich glaube, dieser Tag ist nicht nur für die Kinder in Afrika sondern auch für unsere Schüler eine Bereicherung. Wir danken nicht nur den Schülern und Schülerinnen, die sich so fleißig eingesetzt haben, sondern auch den vielen "Arbeitgebern" und Spendern für ihre großzügige Unterstützung. Die unglaubliche Summe von 2478,30 € ist zusammenge-kommen und wird mehr als nur ein Projekt in der Tunamkumbuka Schule ermöglichen.

Andrea Bolten-Hoffmann



Veröffentlicht am:
14.07.2017

 


URL: http://aes-essen.de/?section=news&cmd=details&newsid=787&printview=1
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