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RL "Gemeinsam groß werden"

Neue Klassenlehrer an der AES

Landesweit gibt es Engpässe in Lehrberufen. Junge Lehrer sind Mangelware und werden händeringend gesucht. Zwei von ihnen, Nadine Stamenkovic und Dominik Adlers, beide deutlich unter 40 Jahre alt, übernahmen jetzt erstmalig an der AES eine eigene Klasse.


Volle Konzentration. Das Englischbuch hat es in sich.

Der gebürtige Oberhausener Dominik Adlers (Deutsch, Geschichte und Politik) hat seine Ausbildung an der AES absolviert und kennt die Schule daher seit einigen Jahren. Die Essenerin Nadine Stamenkovic (Sport, Kunst, Englisch) gehört seit Kurzem zum Kollegium.
 

Alles im Blick. Klassenlehrer Dominik Adlers leitet die Wahl der Klassensprecher.

Was ist für Sie an zusätzlichen Aufgaben neu dazugekommen?
Adlers: Sehr viel Organisation. Ich fühle mich verantwortlich auch für Dinge, die nicht in meinem Unterricht passieren. Und ich bin jetzt der Ansprechpartner für die Fachlehrer.
Stamenkovic: Der Kontakt zu den Eltern ist intensiver geworden.

Wie gestaltet sich das Verhältnis zu den Eltern?
Stamenkovic: Ich habe das Gefühl, manche Eltern geben ihre Kinder in meine Obhut. Ich verbringe ja auch ein Drittel des Tages mit ihren Kindern, da haben wir sehr viel Kontakt.
Adlers: Einige haben schon sehr spezielle Erwartungen. Ich habe allerdings am ersten Elternabend die volle Zustimmung der Eltern zu meinem Maßnahmenkatalog bekommen.
Stamenkovic: Mein erster Elternabend drehte sich hauptsächlich um organisatorische Dinge.

Wie haben Sie sich auf diese neue Aufgabe vorbereitet?
Stamenkovic: Wir haben die Lions Quest Fortbildung gemacht (ein Programm der Lions Clubs International - Bestandteil des AES-Schulprofils). Dort gab es sehr viele Vorschläge zur Bildung der Klassengemeinschaft und auch Material zur Beobachtung und Steuerung der Gruppendynamik.

Die erste Woche mit Ihrer Klasse war eine Projektwoche. Wie haben Sie die erlebt?
Stamenkovic: Die Kinder waren sehr aufgeregt, freudig, genau wie ich. Es ist ja alles so neu, auch für mich, ich denke, wir werden gemeinsam groß werden.
Adlers: Die ersten Tage waren sehr intensiv, viel Organisation, ich habe sehr viel Infos rausgegeben. Aber dann die gemeinsame Tour durch Rellinghausen, die war toll für alle.

Welche Erwartungen haben Ihre Schüler an Sie?
Adlers: Verlässlichkeit. Ich habe schon gehört "Aber Sie haben doch gesagt..." Da muss ich auch schon mal sagen: "Mach ich gleich." Die Kinder erwarten, dass ich alle Fragen beantworten kann. Aber sie sind auch zufrieden, wenn ich mal passen muss. Sie erzählen mir auch aus anderen Stunden.

Haben Sie genug Zeit, um ihrer Klasse gerecht zu werden?
Adlers: Ich unterrichte zehn Stunden in meiner Klasse, da habe ich bestimmt auch mal Zeit für das Eine oder Andere neben dem Unterricht.
Stamenkovic: Ich hätte schon gerne wieder die Klassenlehrerstunde, die es früher mal gab.

Was sind Ihre vorrangigen Ziele für Ihr erstes Jahr?
Adlers: Ich habe den Wunsch, eine gute Klassengemeinschaft zu schaffen und dass alle das Klassenziel erreichen.
Stamenkovic: Mir ist auch die Klassengemeinschaft sehr wichtig, dass die Kinder zueinander finden. Sie kommen ja alle woanders her und kennen sich noch nicht. Ich kann mich gut an meine eigene Schulzeit erinnern, als ich auch niemand kannte. Da fühlt man sich sehr verloren. Ich möchte lenken, ihnen helfen, Freunde zu finden. Die 10er-Paten sind dabei eine gute Hilfe. Ich habe schon beobachtet, dass sie in den Pausen Ansprechpartner sind.
Adlers: Das kann ich bestätigen. Die Paten sind eine gute Sache. Jetzt gerade haben sich meine Schüler total gefreut, dass ihre Patin Annika mit in den Unterricht gekommen ist.

Michael Rausch



Veröffentlicht am:
18.09.2017