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RL Bücher öffnen Welten

AES-Vorlesewettbewerb 2017

Wer glaubt, Kinder wüssten nicht mehr, was Bücher sind, braucht sich nur in der Jahrgangsstufe 6 der AES umzuschauen. In den Klassen hat in den Vorwochen ein interner Vorlesewettbewerb stattgefunden, deren Sieger nun gegeneinander angetreten sind.

Die Traditionsveranstaltung für die Jahrgangsstufe 6 fand in anheimelnder Atmosphä-re bei farbigem Licht und weihnachtlicher Musik in der Aula statt. Konrektor Martin Streibert machte den Advent als perfekte Lesezeit aus: "Was macht man, wenn es draußen kälter und ungemütlicher wird? Man schnappt sich ein Buch. Bücher öffnen Welten." Drei "Fanblöcke" lauschten gespannt, die Daumen fest gedrückt, schließlich wollte jede der 6er-Klassen den Gesamtsieger stellen. Beste Stimmung also, während Organisatorin Ela Budak kurz die Regeln erläuterte: kurze Vorstellung des Buches eigener Wahl, drei Minuten lesen, dann Vortrag eines unbekannten Textes.


Lea, 6a

Die Geschichte, die Lea aus der 6a vorliest, erweist sich als sperrig. Lea ist sehr auf Sicherheit bedacht, stockt hie und da, die Nervosität ist ihr deutlich anzumerken.


Luar, 6b

Luar aus der 6b liest konzentriert und flüssig, die Augen immer am Text. Sie beschreibt die Nöte eines Jungen, der zu seinem Vater nach Japan fliegt und im Flugzeug ziemlich nervös ist. Ganz im Gegenteil zur Vorleserin.


Nele, 6c

Als Nele aus der 6c ihre Geschichte vorträgt, gibt es Gekicher im Publikum. Nele liest von den morgendlichen Abläufen eines Jungen im Badezimmer, der nach den Ferien in den ersten Schultag startet. Nele wirkt sehr sicher, auch bei der Aussprache schwieriger englischer Namen. Dann ist der erste Durchgang geschafft.

Doch jetzt wird's spannend. Als unbekannte Texte haben die Juroren Baron Münchhausens Lügengeschichten ausgewählt. Lea stockt immer wieder, als sie Münchhausens Rettung aus dem Bauch eines Fisches liest. Ist es die unangenehme Vorstellung der Szene oder die Sprache, man merkt, das wird wohl nichts mehr mit dem ersten Platz.

Luar liest deutlich sicherer, wie der Lügenbaron mit einem ungebändigten Pferd zum Fenster hereinsetzt und der versammelten Gesellschaft eine Dressurnummer auf dem Teetisch vorführt. Die Konzentration fordert ihren Tribut. Luars Stimme wird zum Ende hin immer leiser.
 
So sehen Sieger aus. Sieger sind alle drei, denn sie haben ihre Nervosität besiegt und selbstbewusst gelesen.

Nele bekommt den berühmten Ritt auf der Kanonenkugel. Sie liest klar, laut und deutlich, hat wenige Hänger und landet verletzungsfrei mit der Kanonenkugel am Boden. Das sehr disziplinierte Publikum spendet Applaus.
 
Die Sieger mit ihrer Jury: (v. links) Lehrer Dominik Adlers, Schülersprecher Luan Heupel, Organisatorin Ela Budak, Siegerin Nele aus der 6c, ihre Konkurrentinnen Lea und Luar, Konrektor Martin Streibert und die Siegerin des Vorjahres Sophie Konietzko.

Pause. Die Jury berät, während die Vorleser von ihren Klassen umringt sind. Dann die "sehr knappe" Entscheidung: Nele!" Ela Budak dankt dem konzentriert lauschenden und stets fairen Publikum und hebt hervor, dass es schon etwas Besonderes sei und Mut erfordere, vor so vielen Mitschülern auf die Bühne zu gehen. Fest steht: Alle drei Vorleserinnen haben eine gute Leistung erbracht. Aber es kann nur eine geben und so nimmt Gewinnerin Nele unter tosendem Beifall ihrer 6c den Wanderpokal entgegen.

Text und Fotos: Michael Rausch



Veröffentlicht am:
05.12.2017