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Erstes Whiteboard in Betrieb

Der lange Abschied von der Tafelkreide

Jeder kennt den Satz: „Geh doch mal eben Kreide holen.“ Um sie geht es nämlich, genauer gesagt, um ihre allmähliche Verdrängung durch digitale Technik. An der AES hat der Prozess begonnen: Das erste Whiteboard prangt im Bio-Raum und ersetzt dort die herkömmliche Tafel. Finanziert hat es die Schülerschaft mit einem Sponsorenlauf, um die Digitalisierung ihrer Schule anzuschieben.
Alexa und Susanna (Jahrgang 6) sind sich einig: „Das Whiteboard ist eine Bereicherung. Es funktioniert wie ein großes Tablet. Man kann sich mit seinem Handy verbinden, einloggen und zum Beispiel bei einem Lernquiz Fragen beantworten.“ Und Josy fügt erleichtert hinzu: „Kein Wischen mehr.“ In der Tat hat das Whiteboard mit einer herkömmlichen Tafel kaum noch etwas gemein. Es gleicht eher einem riesigen Smart-TV. „Man kann allerdings noch darauf schreiben“, erklären Vitor und Jonathan, die sich in der Planungsgruppe Medienkonzepte dafür stark gemacht haben. Prompt zeigen sie eine handgeschriebene Mindmap der letzten Stunde, die abgespeichert und per Knopfdruck jetzt wieder aufgerufen wurde.


Alexa, Susanna und Josy erklären den Umgang mit dem Whiteboard. Derweil füllt Mirco, assistiert von Vitor, Lukas und Jonathan ein Arbeitsblatt aus.

Auch Bio-Lehrer Jan Zapke ist voll des Lobes über die neuen Möglichkeiten: „Wir können jetzt sehr vielseitig arbeiten. Vom klassischen Tafelbild über Filme aus dem Netz bis zum Arbeitsblatt, das man von Hand beschriften kann ist vieles möglich. Dadurch ist die Motivation höher.“ Dem kann sich seine Kollegin Karolin Körner nur anschließen: „In Gruppenarbeit wird selbständig im Netz recherchiert und dann eine Powerpoint-Präsentation erstellt werden. Auf diese Weise können wir einen konstruktiven und kritischen Umgang mit Internet und digitalen Medien vermitteln.“
Dazu braucht es allerdings noch Tablets in Klassenstärke. Geplant ist zudem die Installation von großen Wandmonitoren und der entsprechenden Software, mit denen sich etwa der Vertretungsplan und Halbjahrestermine anzeigen und mit einer speziellen App auch mit dem Smartphone abrufen lassen. Die Stadt Essen, zuständig für die technische Ausstattung, hatte bereits für dieses Schuljahr signalisiert, zu liefern, die Gelder vom Bund für den Digitalpakt seien freigegeben. Wann jedoch das letzte Stück Kreide aus dem Sekretariat geholt sein wird, bleibt abzuwarten.

 
Michael Rausch



Veröffentlicht am:
27.02.2020