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Albert-Einstein-Realschule Essen-Rellinghausen

Preis für die Politik-AG

Film über sexuelle Orientierung



Beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2019 hat die AG Politische Bildung der AES mit einer Gemeinschaftsarbeit zum Thema „Politik brandaktuell“ einen Geldpreis von 100€ gewonnen. Der Preis wurde letzte Woche in Eis investiert und die verbliebenen 75€ gehen als Spende an das Together (queerer Jugendtreff) oder das SOS Kinderdorf Essen.
Anna und EvA, Teilnehmerinnen der AG, erläutern den Werdegang ihres Beitrags. „Dieses Jahr wird der Christopher Street Day 50. Das haben wir zum Anlass genommen, uns des Themas sexuelle Identität anzunehmen.“ EvA und Anna hatten das im Rahmen einer Themenfindungsrunde vorgestellt und erhielten die meiste Zustimmung. Die Themenkomplex beschäftigt die beiden durch persönliche Erfahrungen im Freundes- und Verwandtenkreis. Und so entwickelten sie gemeinsam mit der AG einen Weg, in Form eines Films sexuelle Vielfalt und damit verbundene gesellschaftliche Haltungen darzustellen.


Bunt wie die Regenbogenflagge: Die AG Politische Bildung beim letzten Tag der offenen Tür mit ihrem Lehrer Marcus Biesemann.


Ziel des Films, so Anna: „Aufklären, andere ermutigen und Verständnis schaffen.“ Der Weg dahin, sei allerdings alles andere als leicht gewesen. Meinungsdifferenzen, unterschiedliche Erfahrungen und Vorstellungen hätten abgearbeitet werden müssen, um ein Konzept entwickeln zu können. Aber dann konnte es losgehen. Interviewpartner wurden gesucht: Mitschülerinnen, eine transsexuelle Sozialarbeiterin, ein Diakon und eine bekennende Lesbierin. Straßeninterviews wurden gemacht. „Wir wollten die erreichen, die sich noch nicht geoutet haben.“ Anna, die viele Befragungen beisteuerte, war überrascht über „die Offenheit“ der Befragten. Dann musste der Text für den Off-Kommentar geschrieben und gesprochen werden, Grafik, Animation und Interviews aufgenommen und geschnitten.


Anna und EvA: Schon nicht mehr auf der Schule, sondern unterwegs zum Bildungsgang Gestaltungstechnik. Aber noch nah genug dran, um über ihr letztes Projekt zu berichten. 

„Das Schwierigste war, etwas zu finden, das zum Ziel des Films passt“, erklären beide. Resümee des Streifens: „(Jedwede hier angesprochene sexuelle Orientierung ist) weder unnatürlich, noch eine Sünde oder Fehler, sondern ein Teil der Persönlichkeit.“ EvA, die vor allem Animationen und Equipment beisteuerte, sieht das Endergebnis aber noch durchaus kritisch: „Es ist eine typische Doku geworden. Ich hätte es gerne etwas bunter und knalliger gehabt.“ Es spricht nicht unbedingt gegen die Macherinnen, kritische Distanz zum eigenen Produkt zu wahren. 

 
Michael Rausch

Link zum Film
https://www.youtube.com/watch?v=c9y02JsvG8M




Veröffentlicht am:
18.06.2020

 


URL: http://www.aes-essen.de//de/Newsmeldung?newsid=1031&printview=1
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