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„Achtung Auto“

Autos richtig einschätzen

Dieses Schuljahr ist anders. Die fünften Klassen sind gerade dabei, sich an ihrer neuen Schule einzugewöhnen. Alles ist neu: Neue Fächer, neue Räume, neue Klassenkameraden, neue Lehrer und neue Unterrichtsbedingungen mit Corona. Neu ist aber auch für die meisten der Schulweg. Den müssen sie mit anderen teilen und das ist nicht ganz ohne. Besonders Autos muss mit Respekt begegnet werden. Wie muss man sie einschätzen, damit sie nicht zu einer Gefahr werden? Hier hilft der ADAC mit dem Programm „Achtung Auto“. Gemeinsam mit der Polizei zeigt der Verkehrsclub, wie  kritische Situationen mit Autos auf der Straße vermieden werden können.

„Wie lange braucht ein Auto, bis es steht?“ Hauptkommissar Frank Klossek und ADAC-Moderatorin Kornelia Tromm testen die Vorkenntnisse.

Die Kinder haben bereits Vorkenntnisse. Klar, sie alle kennen Autos vor allem von innen. „Autos haben einen Bremsweg“, wissen sie, die stehen nicht sofort. Das gilt übrigens für alle Verkehrsteilnehmer, sogar Fußgänger. Das erfährt die 5b an diesem Morgen sehr eindrucksvoll durch ADAC-Moderatorin Kornelia Tromm und Hauptkommissar Frank Klossek. Ein gemeinsamer Sprint, an dessen Ende alle Kinder mit beiden Füßen auf einer Linie stehen sollen, zeigt sehr unterschiedliche Haltepunkte. Deutlicher kann man den Bremsweg nicht darstellen.


Halt an der Linie.


Der nächste Test wird noch schwieriger. „Beim ersten Mal wusstet ihr genau, wo ihr bremsen musstet“, erklärt der Hauptkommissar. „Jetzt wird eure Reaktion getestet.“ Aus vollem Lauf müssen die Kinder nun auf ein Zeichen stoppen. Die Kinder spurten, Klossek reißt die gelbe Fahne nach unten –stehen. Die Markierungen, die jedes Kind an seinem Halteort macht, zeigen die Unterschiede. Woher die kommen? Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg.


Die Fahne ist unten. Jetzt aus vollem Lauf bremsen.


So ist das also, auch Fußgänger haben einen Reaktionsweg, von Lkw und Straßenbahnen mal ganz zu schweigen. Und beim Auto? Neun Meter beträgt der Reaktionsweg bei scheinbar gemütlichen 30 km/h. Da muss man neun Riesenschritte machen, um die Strecke zu verdeutlichen, die der Autofahrer braucht, um den Fuß aufs Bremspedal zu hieven und durchzutreten. Und dann kommt noch der Bremsweg dazu. Frank Klossek bringt drastische Beispiele aus seinem Polizeialltag für das, was entlang dieser Strecke alles passieren kann.


Die Formel: Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg.

Etwas Bewegung muss allerdings noch einmal sein, um die Situation des Autofahrers zu verdeutlichen. Aus vollem Lauf völlig überraschend bremsen. Jeder hat seine eigene Reaktionszeit, das zeigen die Anhaltemarkierungen. Klossek nutzt die Gelegenheit, um vor der „weißen Seuche“ zu warnen, den Kopfhörern. Die Knöpfe im Ohr, ob bei Fußgängern oder Autofahrern, verlängern den Reaktionsweg erheblich.


Und jetzt bremsen mit Überraschungsmoment. So kann es auch dem Autofahrer passieren.


Zum Schluss der Test auf vier Rädern. Kornelia Tromm zeigt Bremsversuche und Bremswege mit dem ADAC- Fahrzeug. Bloße 10 km/h ließen einen Menschen durchs Auto fliegen, der nicht angeschnallt ist. Und die Sitzerhöhung für alle Menschen bis 1,50 Meter sorgt dafür, dass der Gurt funktioniert.


Und so wird der Gurt richtig angelegt.

Gut zu wissen, was im und ums Auto herum passiert. Noch besser zu wissen, dass Autofahrer Fehler machen können. Also: Regeln beachten und vorausschauen. 

 
Michael Rausch



Veröffentlicht am:
26.08.2020