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Kompetenzcheck der 8. Jahrgangsstufe

Schlagzeuger oder Landwirt?

Wer bin ich? Was kann ich? Wie sehen mich die Anderen? Was soll ich mal werden? Allesamt Fragen, auf die man im Alter von 13 bis 14 Jahren in den seltensten Fällen eine passende Antwort parat hat. Muss man auch nicht. Aber interessieren tät’s einen ja schon, nicht nur mit Hinblick auf die weitere Bildungslaufbahn. Und so hat die AES den folgenden Passus in ihr Schulprofil aufgenommen: „…(wird in der 8. Jahrgangsstufe ein) Kompetenzcheck nach einem zertifizierten Verfahren durch einen auf diesem Gebiet erfahrenen Bildungsträger durchgeführt, in dem die Interessen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler sowie deren persönliche und sozialen Kompetenzen festgestellt werden.“ Soll heißen: Für alle 8er Schüler gibt es im Rahmen der Berufsvorbereitung einen Test, der auf die oben angeführten Fragen Antworten finden soll. Charlotte, Colin und Sam aus der 8a plaudern ein bisschen aus der Schule.


Colin, Sam und Charlotte (v.l.) halten den Kompetenzcheck für eine sinnvolle Sache.

Corona bedingt gestaltete sich die Veranstaltung dieses Jahr etwas anders als gewohnt. In zwei Gruppen ging es zur Jugendberufshilfe in der Schürmannstraße in Bergerhausen, berichtet Sam. Zwei Einzelaufgaben waren zu lösen:  „Ein Ball sollte hergestellt werden und eine Popup-Karte. In Vierergruppen waren dann Teamaufgaben zu erledigen wie Plakat gestalten und eine Murmelbahn zu bauen. Nun kennen alle Teamarbeit von der Schule her, das ist keine Herausforderung. „Die Gruppen waren aber zusammengewürfelt“, erzählt Charlotte. „In der Schule sind immer die Leute in einer Gruppe, die sowieso gut miteinander klarkommen. Es hat aber geklappt.“
 
Die Rückmeldungen waren für alle drei überraschend. „Meine Selbsteinschätzung war so wie das Ergebnis“, weiß Colin. Das hat ihn erstaunt. Auch Sam hatte nicht erwartet, dass seine eigene Beurteilung so nahe bei dem Testergebnis lag. „Man ist eigentlich immer viel kritischer mit sich selbst“, verrät Charlotte. Deshalb war auch sie verwundert, dass das Testergebnis so positiv ausfiel. Allerdings hatten alle drei greifbarere Hinweise in Richtung Berufswahl erwartet. „Ich dachte, ich bekomme ein konkretes Berufsfeld genannt“, bedauert Charlotte. Und auch Colin ist in dieser Hinsicht enttäuscht. „Ich hatte mir konkretere Berufshinweise erhofft“, verrät der 13-Jährige, der seine Zukunft im Sport sieht. Ein konkreteres Ergebnis konnte Sam  einfahren. Die Empfehlung für ihn lautet „Agrarwirtschaft“. Und das, wo er seine Zukunft doch eher in der Musikbranche sieht. Trotzdem freut er sich über den Hinweis: „Man braucht ja auch einen Plan B. Ich weiß doch gar nicht, ob ich kreativ genug bin.“ 

     
Sam. Er möchte Musiker werden.
                                  Charlotte: „Selbst immer viel kritischer.“
                                                                 Colin hatte sich konkretere Hinweise erhofft

Für Klassenlehrer Dominik Adlers ist die Enttäuschung nicht verwunderlich. Er hält den Zeitpunkt für zu früh, um konkretere Berufsfelder zu nennen. Trotzdem halten alle den Kompetenzcheck für eine hilfreiche Einrichtung. „Man erhält Bestätigung, welche Stärken man hat und wie der Blick der Anderen ist. Ich bin überrascht, dass ich mich selbst so gut einschätzen konnte“, meint Colin. Und auch Charlotte, deren Eltern sie im Testergebnis durchaus wiedererkannt haben, hält das Ganze für eine „sinnvolle Sache, wenn man sich danach weiter durch die Thematik arbeitet.“ Nur eins bedauert sie zum Schluss: „Wegen Corona gab es einen Test nicht. Ich finde es schade, dass er nicht nachgeholt werden kann. Das Ergebnis wäre wohl noch konkreter gewesen.“

 
Michael Rausch



Veröffentlicht am:
21.09.2020