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Die Kinder auf Distanz erreichen

„Dieser Online-Unterricht hat
wirklich was mit Schule zu tun“ 

Die AES ist angekommen. Wo? In der digitalen Unterrichtswelt des 21. Jahrhunderts. Als das Land NRW den Distanzunterricht verpflichtend machte, setzten sich Kollegium und Schulleitung als erstes zusammen, und erstellten ein didaktisches Konzept. In voller Länge ist es auf der Startseite dieser Homepage zu finden. Ganz wichtige Festlegung: Der Stundenplan bleibt erhalten. Das bringt gewohnte Struktur ins heimische Lernen.
Schulleiter Martin Streibert: „Die Videokonferenz ist die Regel. Ich bin begeistert, wie’s klappt. Diese Unterrichtsform ist womöglich noch schülerorientierter als konventioneller Unterricht.“ Das meiste aus dem herkömmlichen Unterricht konnte übernommen werden. Streibert weiß aber auch, dass diese Arbeitsweise für sein Kollegium eine Menge an Mehraufwand erfordert. Mittlerweile ist auch technisches Material angekommen. Zwei Rollkoffer mit je 16 I-Pads werden in der Schule eingesetzt, eine zweistellige Anzahl ist Schülern fürs Homeschooling überlassen worden, weitere wurden nachgeordert.


Schulleiter Martin Streibert mit einem der zwei Rollkoffer. Jeder enthält jeweils 16 I-Pads und dient dem Einsatz in der Schule.

Durchweg positive Rückmeldungen aus der Elternschaft laufen bei der Schulleitung ein. Eine Pflegschaftsvorsitzenden lobt die AES in den höchsten Tönen. Sie habe bisher im Bekanntenkreis und bei ihren eigenen Kindern keine so strukturierte Schule im Distanzunterricht kennengelernt wie die AES.
Eine Mutter schreibt, es sei bisher „gut gelaufen. Toll, dass alle Lehrer jetzt ansprechbar und zu sehen sind. Das macht auch was aus für die Einstellung zum Unterricht. Zumindest mein Kind konnte gut mit den Medien umgehen und fühlte sich von den Lehrern gut betreut. Wenn es so weitergeht, dann hat der Online Unterricht auch endlich wirklich was mit Schule zu tun. Sehr gut auch, dass der Stundenplan eingehalten wird und die Lehrer zu der Zeit parat sind. Weiter so und vielen Dank für Ihre Mühe!“
„Aufrichtig bedanken“ möchte sich auch ein Elternpaar „für Ihre ausgezeichnete Arbeit“. Es ist der Meinung, die AES-Vorgehensweise „sollte für andere Schulen Referenzcharakter haben.“ Diese Eltern haben den Vergleich, ein weiteres Kind besucht eine andere Schule. „Trotz der Distanz schafft es Ihre Schule die Kinder einzubinden und für die Kinder Unterricht stattfinden zu lassen.“
Ein Vater zieht dieses Resümee: „Es klappt insgesamt gut. Ich kann mir schlecht vorstellen, wie Schüler dem Unterricht auf dem kleinen Bildschirm eines Smartphone folgen können (ist wahrscheinlich kein Problem, wenn man mit Smartphone aufwächst). Für meinen Sohn ist der Distanzunterricht anstrengender als normaler Unterricht. Wir freuen uns auf einen hoffentlich baldigen normalen Schulbetrieb.“


Martin Streibert überprüft Kamera und Headset, bevor sein Unterricht startet.

Die Erfahrungen im Kollegium sind durchweg positiv. Carolin Körner und Saskia Schürmann, die das Kollegium bei der Videokonferenz-Technik unterstützen, sind sehr zufrieden. Sie haben bisher weder Pannen noch Ausfälle erlebt und beobachten, dass die Kinder das System gut annehmen, von Mathe bis Sport.
Gerade sitzt Lehrer Dominik Adlers vor seinem Tablet und beendet den heutigen Distanzunterricht mit seiner 32-köpfigen Klasse. Er glaubt, „dass wir den Schülern eine ganz wichtige Struktur bieten können, die bei Wochenplänen fehlen würde. Das gilt für den zeitlichen Rahmen sowie den direkten Kontakt mit ihren Mitschülern und uns. Zwar fällt die Beteiligung geringer aus als im Präsenzunterricht und die Möglichkeit sich ,,herauszuziehen" scheint größer zu sein, dennoch erreichen wir auf diese Art und Weise mehr Kinder als mit anderen Methoden des Distanzlernens.“
Und wie sieht es die Zielgruppe? Ben sagt: „Mir gefällt es, persönlich zu reden.“ Sarah findet es zurzeit deutlich besser als noch „im ersten Lockdown. Damals haben wir Material bekommen und es gab keinen Onlineunterricht mit Lehrer-Kontakt.“ Sie schätzt auch das zwanglose Plaudern vor dem eigentlichen Unterricht: „Ich kann hier viel besser noch mal nachfragen, wenn ich was nicht verstanden habe. Hier bekomme ich Informationen, die ich sonst nicht hätte.“ Helin hat sich „dran gewöhnt“ und Hannah findet die Videokonferenz „optimal“. Da darf man wohl ein bisschen stolz sein.

Michael Rausch




Veröffentlicht am:
26.01.2021