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Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

Nur sechs Sekunden Grün

Kinderwege in der Stadt 09.05.2007
In Workshops überlegn die Schüler der Ardeyschule, wie die Frankenstraße für sie sicherer werden könnte.

WAZ vom 15.05.2007
Von Sonja Mersch


Im Rahmen des Projekts "Kinderwege in der Stadt" planen Grund- und Realschüler zusammen mit Ingenieuren den Umbau eines Abschnitts der Frankenstraße. Ergebnispräsentation ohne den Verkehrsminister
Auf der Frankenstraße ist Stau. Sevda und Rabia betrachten die kleinen Fahrzeuge angestrengt und schieben dann eines nach dem anderen auf dem großen Stadtplan vorwärts. Wie kleine Ingenieurinnen fühlen sich die Drittklässlerinnen von der Ardeyschule - genau das ist Ziel des Projekts "Kinderwege in der Stadt", einer Initiative der Ingenieurkammer Bau NRW in Kooperation mit Kinderbüro und Tiefbauamt.

120 Grund- und Realschüler sind aufgerufen, den Umbau eines Teilstücks der Frankenstraße mit zu planen. Erste Ergebnisse wollten sie jetzt dem Schirmherrn der Aktion, NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke, in der Turnhalle der Albert-Einstein-Realschule vorstellen. Doch der Minister ließ sich entschuldigen - er steckte im Stau.

"Ich denke aber, dass sich die Schüler trotzdem ernst genommen fühlen, weil heute viele Fachleute hier sind", sagt Schulleiterin Ulrike Liebenau. Mitarbeiter des Tiefbauamtes sowie Ingenieure von der Universität Duisburg-Essen diskutierten mit den Kindern und Jugendlichen über deren Entwürfe, Skizzen, Modelle und Umfragen. "Wir wollen Mittelinseln bauen, damit wir besser über die Straße kommen", erklärt etwa Sevda von der Ardeyschule und tippt mit dem Zeigefinger auf eine Stelle des riesigen Stadtplans, der auf dem Boden ausgebreitet liegt. "Für Fußgänger ist da nämlich nur sechs Sekunden Grün", erzählt ihre Freundin Rabia. "Das haben wir getestet, und wir finden das doof." Ein paar Meter weiter hat Justine Müller aus der achten Klasse eine Skizze der Frankenstraße aufgehängt, wie sie einmal aussehen könnte: Tempo-30-Zonen, breite Geh- und Radwege sowie ein Grünstreifen in der Fahrbahnmitte. "Da fehlen aber noch Parkplätze", sagt die Schülerin. 

Kinderwege in der Stadt - AES-Schüler
Breitere Gehwege an der Frankenstraße wünschen sich die Albert-Einstein-Realschüler.
Fotos: WAZ, Frank Vinken

"Ich bin beeindruckt, wie intensiv sich die einzelnen Gruppen mit dem Thema auseinandergesetzt haben", sagt Roland Sänger vom Tiefbauamt. "Die Zeichnungen sind auf einem erstaunlich guten Niveau, und die Jugendlichen haben Vorschläge gemacht, auf die wir selbst nie gekommen wären." Natürlich seien nicht alle Ideen realisierbar - ein begrünter Mittelstreifen auf der Frankenstraße etwa. "Aber wir gehen vorbehaltlos an die Planung heran und übernehmen Ideen, wenn sie gut sind", betont Sänger. "Wenn die Kinder nicht merken, dass sie gehört werden, wäre das fatal. Dann wäre die ganze Aktion eine Farce."Nach ihrer ersten Diskussion mit Planungsexperten starten die Kinder und Jugendlichen nun in die nächste Phase des Projekts: Bis Mitte Juni entwickeln sie ihre Entwürfe zum kindgerechten Umbau der Frankenstraße zwischen Eisenbahnstraße und Rellinghauser Straße weiter und stellen sie den Mitgliedern des Bau- und Verkehrsausschusses im Rathaus vor. Die besten Ideen der Schüler sollen bei der Fachplanung berücksichtigt werden. Der Umbau der Frankenstraße könnte Ende des Jahres beginnen.


Projekt „Kinderwege in der Stadt"
 
Nach ihrer ersten Diskussion mit Planungsexperten starten die Kinder und Jugendlichen nun in die nächste Phase des Projekts: Bis Mitte Juni entwickeln sie ihre Entwürfe zum kindgerechten Umbau der Frankenstraße zwischen Eisenbahnstraße und Rellinghauser Straße weiter und stellen sie den Mitgliedern des Bau- und Verkehrsausschusses im Rathaus vor. Die besten Ideen der Schüler sollen bei der Fachplanung berücksichtigt werden. Der Umbau der Frankenstraße könnte Ende des Jahres beginnen.

 




Veröffentlicht am:
15.05.2007