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Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

KE Der Abschluss ist wie ein Buch

"Um ein neues Kapitel zu beginnen, muss man das vorherige abschließen." Lächelnd stellt  Pfarrerin Silke Althaus das Motto des Abschlussgottesdienstes der Jahrgangsstufe 10 vor. Familien, Freunde, das Kollegium der AES Kettwig und natürlich die Hauptpersonen haben sich am 29.6. in der Evangelischen Marktkirche versammelt, um den großen Tag feierlich zu begehen. Schon zu Beginn werden Taschentücher gezückt, um die eine oder andere Träne wegzuwischen, denn die Religionslehrerin Kerstin Heihaus hat sich mit den Schülern etwas Besonderes zur Einstimmung ausgedacht. Nachdem die Schülerin Anina Weber ein gefühlvolles Solo vorgetragen hat, erscheinen auf einer Leinwand Kinderfotos der 10.-Klässler. Kindergarten, Grundschule und schließlich die Realschule - gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern erinnern die Pfarrerin und die Gemeindereferentin Ulrike Ullrich an bisherige Seiten in dem Lebensbuch der jungen Erwachsenen. Ein emotionaler Gottesdienst geht schließlich mit dem Irischen Segenslied "Möge die Straße" zu Ende. 

"Da möchte man noch einmal jung sein", seufzt ein älterer Passant, als die festlich gekleideten Schülerinnen und Schüler an dem Kettwiger Markt vorbei zur Albert-Einstein-Schule laufen. Die Sonne strahlt an diesem Tag vom Himmel, daher werden einige High Heels nicht an den Füßen, sondern von hilfsbereiten Vätern getragen. An der Schule angekommen sitzen sowohl die Anzugjacken als auch die Schuhe wieder perfekt und die Spannung auf die Abschlussnoten steigt. Die Turnhalle ist durch die tatkräftige Unterstützung von Eltern, Schülern und Lehrern kaum wiederzuerkennen: eine Bühne, ein Büffet und ein silberner Vorhang bilden einen würdigen Rahmen für die Feier. 

"Im August 2012 seid ihr hier als zehnjährige Kinder in einen Zug eingestiegen, dessen Fahrziel "Erwachsen werden" hieß." Konrektor Wolfgang Neuhaus blickt in der Eröffnungsrede auf sechs Schuljahre der Schülerinnen und Schüler zurück, die auch durch wechselnde Zugbegleiter, Zwischenstopps und neu gestellte Weichen bestimmt wurden. Im Namen der Schule wünscht er den 51 Jugendlichen viel Glück beim Umstieg in andere Züge. Für viele wird der Weg zum Gymnasium führen, denn 47% der Absolventen haben die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erreicht. 
Die Klassenlehrerinnen Ulla Bräutigam und Katrin Heine greifen in ihren Reden die Zugsymbolik auf: "Wir wünschen euch, dass ihr eine erlebnisreiche Reise antretet und dass ihr es schafft, die Hindernisse und Verspätungen des Lebens zu überwinden." Die Elternvertreterin Kiki Radicke und Schülerinnen der einzelnen Klassen freuen sich vor allem mit den 10.-Klässlern, dass der Abschluss erfolgreich bestanden wurde. Schülerin Cansel findet in ihrer Ansprache einen einzigen nicht ganz ernst gemeinten negativen Punkt in den vergangenen 6 Jahren: "Viele Schüler kamen dazu, andere gingen. Immer haben wir auf hübsche Jungen gewartet. Das passierte leider nie!" 

Unter der Leitung von Ekkehard Linneweber rappt der Schulchor unter anderem "Endlich ist die Schule aus" und gibt damit das Stichwort vor für die Zeugnisübergabe. Zum Abschluss können Cansel, Anina und Selina Auszeichnungen entgegen nehmen, weil sie sich sozial besonders engagiert haben. Außerdem werden Sina und Leif geehrt, da sie jeweils das beste Zeugnis der Klassen hatten. 

Um den Abschluss des ereignisreichen Kapitels "AES" zu feiern, überraschen der Hauswirtschaftskurs und fleißige Eltern nach dem offiziellen Teil mit einem Sektempfang. Bei einem leckeren Buffet werden viele Geschichten aus den vergangenen Kapiteln erzählt, aber auch die Vorfreude auf spannende neue Seiten ist spürbar. Die AES wünscht allen 51 Schülerinnen und Schülern viel Glück und Erfolg beim Aufblättern ihres Lebensbuches. 
Melanie Kühn



Veröffentlicht am:
08.07.2018