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Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

Ruhrbahn macht Schule an der AES

Im freien Flug durch den Linienbus

„Mit welchen Straßenbahnlinien kann man den Berliner Platz erreichen?“, „Welche Nummer hat die Kulturlinie?“ oder „Welche Verbotsschilder könnt ihr entdecken?“ – auf diese Fragen wissen die Schülerinnen und Schüler der Albert-Einstein-Realschule jetzt garantiert Antworten. Anfang November übernahmen Mitarbeiter der Ruhrbahn in Kettwig die Lehrerrolle, um mit den Jahrgangsstufen 5 und 7 ein Bus- und Bahntraining durchzuführen. Der theoretische Teil fand dabei an der Schule statt, während der praktische Teil im Fahrzeug und bei einer Rallye in Essen durchgeführt wurde. Die Kinder lernten den toten Winkel kennen und erlebten live, welche Auswirkungen eine Vollbremsung hat. „Ist das heftig – das hätte ich nie gedacht“, rief der 5.-Klässler Elias beeindruckt. Auf dem sicheren Gelände des Betriebshofes sollten sich die Jugendlichen mit dem Rücken zur Fahrtrichtung setzen und spürten dann, wie gefährlich ein erzwungener Halt werden kann.












Ilias spendet letzten Beistand, bevor Dummy Tom eine Vollbremsung erleidet - Jana hingegen hätte Tom gerne öfter als Beschützer vor den Dränglern im Bus dabei.

Die Schüler nutzten die Gelegenheit aber auch, um eigene Fragen loszuwerden: „Warum heißt die Ruhrbahn jetzt Ruhrbahn und nicht mehr EVAG?", „Kann ich Geld zurück bekommen bei Verspätung?", „Ist die Ruhrbahn umweltfreundlich?" und „Was kostet eigentlich eine Straßenbahn?" Diese Fragen wurden gerne beantwortet, die Verkehrsbetriebe wollten aber vor allem über Sicherheitsaspekte aufklären und für ein soziales Verhalten in der Bahn werben. Leider ist Vandalismus immer ein lästiger Begleiter der öffentlichen Verkehrsbetriebe und den Schülern wurde verdeutlicht, dass die Kosten letzten Endes auf alle Fahrgäste umgelegt werden müssen.

Das Wichtigste aber war, dass alle einen spannenden Ausflugstag hatten. Daher durfte die Jahrgangsstufe 7 auch in einer fast 100 Jahre alten Straßenbahn  Platz nehmen. Was damals absoluter Luxus war, wird heute von Ehrenamtlichen und Auszubildenden liebevoll gepflegt und restauriert. Nachdem sich die  Schüler der Klasse 5 in Kleingruppen durch den Essener Großstadtdschungel geschlagen hatten, um die Rallye-Fragen zu beantworten, erhielten sie eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme an dem Bus- und Bahntraining. Mit den Schülern freuten sich hilfsbereite Eltern und mitgereiste Paten der Jahrgangsstufe 9 über die Belohnung. „Es war ein schöner Tag und ich muss ja zugeben, dass ich auch Neues gelernt habe“, lachte Steven, während sein Mitschüler Luca erzählte, dass sie sogar einen Bus starten durften. Wie schon auf dem Hinweg nahmen auf dem Rückweg alle wieder komfortabel in einem schönen neuen Bus Platz, der die Schüler wieder zur Schule brachte. Wir finden, das ist eine nette und sinnvolle Kooperation zwischen Schule und Verkehrsbetrieben.


Ein eigener Schulbus - an den Service können sich die Schüler gewöhnen.
MK



Veröffentlicht am:
06.12.2018