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Lesewettbewerb 2018 RL

Stella liest am besten

Ein bisschen Adventsstimmung darf schon sein, wenn die besten Vorleser der 6er-Klassen gegeneinander zum Wettbewerb antreten. Deshalb schmückt den Tisch ein Adventskranz mit vier Kerzen, auch wenn diese aus Sicherheitsgründen nicht angezündet werden dürfen. Die Vertreter der Klassen 6a, b und c haben sich in den Vorwochen klassenintern nach oben gekämpft und lesen nun vor Publikum im Namen ihrer Klassen.
Drei „Fanblöcke“ lauschen gespannt, die Daumen fest gedrückt, schließlich will jede der 6er-Klassen den Gesamtsieger stellen. Beste Stimmung also, die Regeln sind klar: Kurze Vorstellung des Buches eigener Wahl, drei Minuten lesen, dann Vortrag eines unbekannten Textes. Die fachkundige Jury ermittelt den Sieger nach einem Punktsystem.

Mucksmäuschenstill ist es in der Aula, aller Augen sind auf Gregor, 6a, gerichtet. Er liest aus Ocean City, einer aktionsreichen Geschichte in der Zukunft. Der Vortrag ist anfänglich flüssig aber gleichförmig. Als die Helden Crocky und Jackson in eine Schießerei geraten, geht Gregors Sprachfluss verloren. Obwohl äußerlich sehr gelassen, stockt er häufig.



Gregor, 6a


Leonie aus der 6b liest konzentriert und flüssig, die Augen immer am Text. Leo, der gerade aufs Land gezogen ist, entdeckt im Keller des Hauses ein Kellermonster. Leonie hat Sympathie für den Titelhelden, wohl nicht nur wegen der Namensähnlichkeit, das kann man deutlich hören. Ihr Vortrag ist lebendig, doch bevor es zu spannend wird, ist ihre Zeit abgelaufen.
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Leonie, 6b


Stellas Geschichte heißt Gryphony. Es geht um Melody, Ashley und ihre Zickenclique sowie einem Greif, den sie aus urzeitlichem Schlummer geweckt haben. Stella aus der 6c wirkt sehr sicher, auch bei der Aussprache schwieriger englischer Namen. Sie spielt den Text mit ihrer Stimme, nimmt sogar Blickkontakt mit dem Publikum auf. Nervosität? Nicht Stella.


Stella, 6c

Im zweiten Durchgang jetzt wird’s für alle drei spannend. Als unbekannte Texte haben die Juroren Baron Münchhausens Lügengeschichten ausgewählt. Gregor klingt zunächst wie anfangs, als er von Münchhausens Rettung aus dem Bauch eines Wals liest. Ist es die unangenehme Vorstellung der Szene oder die Sprache, sein Fluss ist dahin und er stockt mehr und mehr.
Leonie liest deutlich sicherer, wie der Lügenbaron mit einem ungebändigten Pferd zum Fenster hereinsetzt und der versammelten Gesellschaft eine Dressurnummer auf dem Teetisch vorführt. Ihre Stimme klingt freundlich, sie liest absolut flüssig und macht kaum Fehler.
Stella bekommt den berühmten Ritt auf der Kanonenkugel. Sie liest klar, laut und deutlich, patzt gleich zu Anfang, wird dann aber immer flüssiger und landet verletzungsfrei mit Münchhausens Kanonenkugel am Boden. Das sehr disziplinierte Publikum der drei Klassen spendet Applaus.
Pause. Die Jury berät, während die Vorleser von ihren Klassen umringt sind. Dann die sehr knappe Entscheidung: Stella mit einem Punkt Vorsprung. Der stellvertretende Schulleiter Martin Streibert dankt dem konzentriert lauschenden und stets fairen Publikum und hebt hervor, dass es schon etwas Besonderes sei und Mut erfordere, vor so vielen Mitschülern auf die Bühne zu gehen. Fest steht: Alle Drei haben eine gute Leistung erbracht. Aber es kann nur eine geben und so nimmt Gewinnerin Stella unter dem Applaus Aller den Wanderpokal entgegen.

Text und Fotos: Michael Rausch
 



Veröffentlicht am:
19.12.2018