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Einblick in den Arbeitsmarkt

Berufsorientierung JG 9

Irgendwann wird sie kommen, die Arbeitswelt. Das ist unausweichlich, denn einmal geht jede Schulzeit zu Ende. Gut, wenn man als Jugendlicher dann schon eine Ahnung hat, wie sich das Leben nach der Schule anfühlt. Dazu sieht der Lehrplan ein dreiwöchiges Praktikum zur Berufsorientierung der Jahrgangsstufe 9 vor, das derzeit rund 140 AES-Schülerinnen und – Schüler absolviert haben. Sinn der Sache: Den Arbeitsmarkt kennenlernen, seine Neigungen testen, Einblicke in Firmen und Berufe gewinnen und Erfahrungen sammeln. Denn in wenig mehr als einem Jahr steht für die jetzigen 9er die Entscheidung an, wie der eigene Bildungsweg weitergehen soll.


Der Eindruck täuscht. Der Beruf des Buchhändlers ist keine „ruhige Kugel“. Emelys Chefin, Buchhändlerin Britta Kerwien weist auf die kaufmännische Seite hin.​

Emely, die nach eigenem Bekunden gerne liest, geht ihrer Neigung in der Buchhandlung „Leselust“ nach. „Ich wollte mal sehen, ob das etwas für mich ist.“ Sie arbeitet sich durch die Bestände, bestückt Regale und bedient auch Kunden. Ihre Chefin, Buchhändlerin Britta Kerwien ist von dem Praktikum und ihrer Praktikantin sehr angetan: „Ich finde das so wichtig, die Berufswelt rechtzeitig kennenzulernen.“ Sie warnt vor romantischen Vorstellungen: „Man darf nicht übersehen, dass es sich beim Buchhändler um einen kaufmännischen Beruf handelt. Viel lesen während der Arbeitszeit geht nicht.“ Und Emely schwant bereits, dass dem Beruf Veränderungen ins Haus stehen. Ob das gedruckte Buch aus Papier eine Zukunft hat? „Eher nicht.“


Anton sieht nach, was er beim Frühstücksbüffet angerichtet hat.

Pilze schneiden, Zwiebeln, Ananas oder Melonen – für Anton tägliches Geschäft. Er macht sich in der Küche des Atlantic Congress Hotel an der Messe unentbehrlich. Jeden Morgen um 7 tritt er dort in Dienstkleidung an, bindet seine Bandana und schnippelt, was das Zeug hält. „Interessant“, findet er seine Arbeit, weil sie so abwechslungsreich ist. Gestern noch hat er mit der Spritztüte die Desserts mit Vanillecreme dekoriert. Er durchläuft mehrere Stationen des Hotels. Eine davon war die Bestückung der Minibars auf den Zimmern. Danach wird er im Service unterwegs sein. Küchenchef Markus Isenberg, der mit Auszubildenden seine Erfahrung hat, lobt Antons Einstellung und seine Zuverlässigkeit: „Wenn wir nur Leute wie ihn bekämen, das wäre schön.“ Gute Nachwuchskräfte sind rar im Gewerbe.

Feinmotorisch voll auf der Höhe. Marie arbeitet an Formen für Zahnersatz.


„Ich arbeite gerne handwerklich, feinmotorisch“, bekennt Marie. Da ist sie beim Dental Labor Rupröder an der richtigen Stelle. Denn hier arbeitet sie an „Löffeln“ und „Bissnahmen“, überzieht die Gipsabdrücke mit Wachs und bringt ihre Feinmotorik auf Touren. Ihr Vater hat sie inspiriert, denn er arbeitet in der Branche. Da lag es nahe, die eigene Neigung mit der Neugier auf Papas Beruf zu verbinden. Marie kann sich gut vorstellen, in seine Fußstapfen zu treten, sie fühlt sich wohl hier.









Frisches Obst und Gemüse, Suppen und Saucen, Henning pflegt das Sortiment.​

Inmitten von Saucen und Suppen ist Henning aktiv. Er betreut die Regale im Edeka-Markt an der Frankenstraße, das heißt, er überprüft den Bestand einzelner Artikel und bestückt die Regale. Morgens beginnt er mit frischem Obst und Gemüse im Frischebereich. Er kennt sich aus im Sortiment und kann mittlerweile auch Kundenfragen beantworten. An die frühe Arbeitszeit (Beginn: 7 Uhr) hat er sich gewöhnt: „Passt.“ Das macht ihm nichts aus. Seinen zukünftigen Beruf sieht er in dieser Branche allerdings nicht. Er möchte Ingenieur werden und dem Job neben Schule und Studium nachgehen.

Legales Sprayen, das wünschen sich wohl einige in seiner Altersgruppe. Doch Lukas sind dabei in der Formgebung enge Grenzen gesetzt: Mehr als Kreuze oder Kringel sind nicht üblich in seinem Berufsfeld Forstwirtschaft. Bei seinem Arbeitgeber Wald und Forst NRW sorgt er mit dafür, dass der Bestand der Essener Forste gepflegt wird. Dazu gehören auch das Überprüfen der Wuchsdichte und das Ausdünnen des Bestandes.
























Lukas hat die Lizenz zum Sprayen,             Collin im „Blaumann“. Er checkt die 
denn tatsächlich dienen diese Ringe           Leitungen, wenn sich im Zug beispiels-
der Kennzeichnung, dass dieser Baum      weise eine Tür nicht mehr einwandfrei
Platz braucht und um ihn herum                  öffnet.
„gelichtet" werden darf.


Züge bringen Reisende von A nach B. Treibende Kraft: Strom. Doch nicht nur der Antriebsmotor benötigt ihn, alle Waggons funktionieren nur mit Strom. Ob Türen, Anzeigen oder Beleuchtung, alles ist verkabelt. Hier kommt Collin zum Einsatz. Er macht sein Praktikum in der Werkstatt Essen der DB Regio AG und lernt das Berufsbild des Mechatronikers/Elektronikers kennen. Er überprüft die Leitungen, die die Waggons funktionieren lassen..
 
Michael Rausch



Veröffentlicht am:
24.02.2019