Unser Logo Unsere Schule Unser Hundertwasser-Flur Stadtwaldfest Skifreizeit in Mittenwald Jedem Kind sein Instrument Freiarbeit nach Montessori Fußballturnier
Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

„Viele durch den dichten Wald gelenkt“

Alles klar, Herr Kommissar

Bei der AES ist die Polizei im Haus! Kein Grund zur Sorge, das ist völlig normal und an allen Essener Schulen gang und gäbe. Einmal im Monat hat Kriminalhauptkommissar André Großhans Sprechstunde an beiden AES-Standorten. Eltern, ihre Kinder und Lehrer machen davon Gebrauch.


KHK André Großhans hat als Jugendkontaktbeamter einmal im Monat Sprechstunde an beiden AES-Standorten.

Worum dreht sich seine Sprechstunde? „Es geht überwiegend um Social Media, Mobbing, Hassmails, Beleidigungen, das ganze Programm“, berichtet der Polizist. Aber nicht nur im Netz, auch auf dem Schulhof scheint es auch, als sei „das Aggressionspotential wohl gestiegen“. Er berät die Beteiligten, wie sie rechtlich und sozial mit schwierigen Situationen umgehen können. „Ich möchte Aufklärungsarbeit leisten, über unsere Werte nachzudenken und zu einem Bewusstsein beitragen, mit dem man erkennen kann, was falsch ist.“
Großhans mag den Kontakt zu Jugendlichen, er freut sich schon auf die Projekttage, an denen er in die Klassen geht um aufzuklären über all das, was im Alltag Pubertierender nicht immer rund läuft: Cybermobbing, Drogen, Gewalt, Rauchen unter 18, nächtliche Ruhestörung, Sachbeschädigung durch Sprayen, Beförderungserschleichung, Beleidigung.
Der Polizist mit Leib und Seele, der auch an einer Fachhochschule Kriminalistik lehrt, weiß aus Erfahrung, dass wir im Vergleich ein sehr gutes Gemeinwesen und eine gute Polizei haben. Er möchte bei seinem Gegenüber ein Bewusstsein dafür wecken, dass es sich lohnt, dafür zu arbeiten. „Ich möchte nicht, dass Jugendliche falsch abbiegen.“ Das meint er im Sinne eines Lebensweges, auf dem es gilt, auf der legalen Fahrbahn zu bleiben. „Man kann nicht alle retten, das ist leider so. Aber wir haben schon viele durch den dichten Wald gelenkt.“
Andre Großhans trägt Zivil und ist nicht als Polizeibeamter zu erkennen. Er weiß, dass der zivile Auftritt manchem Jugendlichen den Zugang zu ihm erleichtert. Die unbeholfene Anrede auf dem Schulhof „Ey, du, Herr Großhans“ zeigt einen unbekümmerten Umgang mit ihm. Nicht zu verwechseln mit Respektlosigkeit. Und genau darum geht es.
 
Michael Rausch



Veröffentlicht am:
23.09.2019