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Fridays for Future zum Zweiten

Auch die AES Rellinghausen demonstriert




Am 20.09.2019 hat unsere Klasse am Generalstreik in Essen teilgenommen. Er wurde von „Fridays for Future“ organisiert.
Fridays for Future ist in letzter Zeit sehr bekannt geworden. Im Kern geht es darum, das Schüler für eine bessere Zukunft demonstrieren gehen, da sie mit der Klimapolitik nicht zufrieden sind. Angestoßen wurde diese Bewegung von Greta Thunberg. Am 20.09 war ein Generalstreik. Weltweit organisierte FFF Klimastreiks.
Der Termin war außerdem in Deutschland sehr passend, da in dieser Nacht die Regierung über ein Klimapaket entschieden hat.



Zur Demo: Am Anfang dachte ich nicht das so viele Menschen kommen würden. Mir war klar, dass viele Schulen sich beteiligen, aber nach der ersten größeren Kurve wurde mir klar, dass das eine größere „Nummer“ wird als erwartet. Vor uns war eine Trommelgruppe (die bemerkenswerterweise) die ganze Zeit durch getrommelt haben. Als wir dann mit dem Marsch auf die erste Hauptstraße ein bogen und ich links von uns wartende Autos sah, da die Straßen gesperrt wurden, stieg meine Laune und ich dachte mir „WOW“. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Der „Marsch“ ging weiter mitten über die Hauptstraße durch die Innenstadt. Die Route war echt gut geplant. An der zukünftigen Hauptzentrale vom RWE in der Altenessener Str. vorbei und zurück in die Innenstadt. Aufgefallen sind mir die Altersunterschiede: von Grundschule bis Rentner war alles dabei. Fast auf der gesamten Strecke habe ich unterschiedlichste Journalisten gesehen. Es gab viele Demonstranten, die sich die kreativsten Plakate und Schilder ausgedacht haben. Aus den angemeldeten 600 Demonstranten wurden 8000. Die Aufmerksamkeit in den Medien hatten wir. Nicht nur in Essen, sondern auf der ganzen Welt. Und darum ging es mir auch. In ganz Deutschland haben Menschen für eine bessere Zukunft protestiert. Und dann finde ich wird eine Sache wird oft vergessen. Unabhängig vom Klima.  Unsere Generation wird politisch. Gerade in diesem Jahr hat sie das unter Beweis gestellt. Ich hoffe,  das sich durch unter anderem  diese Bewegung die Wahlbeteiligung der ab 18-Jährigen erhöht und das Durchschnittsalter in den Parteien und in den Parlamenten sinkt. Ob das Klimapaket jetzt sinnvoll ist, soll jeder für sich entscheiden. Ich weiß für mich,  das dieses Paket realistisch nicht viel CO2 sparen wird. Aber das Umdenken ist da. Und langsam, ganz langsam werden wir dieses Problem lösen. Aber dann nur, wenn alle Staaten mitmachen und wir alle zusammen den Planeten vor einer Katastrophe retten. Nach der Demo sah ich die ersten Bilder aus Berlin und die ersten Diskussionen über das Klimapaket. Aus diesen hielt ich mich erstmal raus, da ich nicht wirklich im Thema war. Mich ärgerte, dass ein Klimapaket die Leistungen dieser Demonstrationen überschatteten. Es machte mich echt wütend, wie die Bundesregierung ein solch schlechtes Klimapaket verabschieden konnte, nach dem so viel Menschen, Deutschlandweit gegen „Pille Palle“ demonstriert haben. Doch am Ende war ich echt zufrieden wie viele Menschen für das Klima auf die Straßen gegangen sind. Und ich hoffe das es immer mehr werden. Das Argument,  das sich mehr Jugendliche für Klimastreik statt Schule als für Klimastreik statt Playstation entscheiden würden, sehe ich sehr negativ. Wie viele Bundestagsabgeordnete und Politiker fliegen mit dem Flugzeug, obwohl sie kostenlos mit der Bahn fahren könnten?
Lars Etges



Am Freitag, den 20.09.2019 war ich mit meiner Klasse bei Fridays For Future, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Das Besondere an diesem Freitag war, dass es die größte Demonstration war, denn diesmal sind weltweit Millionen Menschen für einen Besseren Klimaschutz auf die Straße gegangen. In Essen ging es dann um ca. 10:15 Uhr vom Burgplatz los und bis 12:30 Uhr sind wir quer durch die Essener Innenstadt gezogen. Einige Menschen brachten Plakate und Schilder mit, z. B. mit der Aufschrift: „Warum für die Zukunft lernen, wenn ihr sie zerstört“, aber auch etwas „humorvollere“ Sprüche wie „The Earth Is Hotter Than My Boyfriend“. Unterstützt wurden wir von lauten Trommeln und immer wieder schrien wir im Chor „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“. Am Anfang viel mir auf, dass wir noch etwas schüchtern waren, aber mit der Zeit wurden wir immer fordernder und stärker. Es haben auch die unterschiedlichsten Bündnisse teilgenommen, denn vor mir lief ein älterer Herr mit einer Greenpeace logo und ich konnte ebenfalls eine Frau sehen mit dem Logo „Brot für die Welt“. Ein großer Teil waren natürlich Schüler, aber es hat mich positiv überrascht, dass auch Studenten und ältere Altersklassen mitgelaufen sind. Auch wenn ich überwältigt war von den Menschenmassen war, hoffe ich, dass dadurch auch die wach werden, die an den Hebeln sitzen und wirklich was bewegen können. Klar, ist es viel wichtiger erstmal bei sich selbst anzufangen, dennoch ist das ein ernstzunehmendes Problem, das man nicht alleine bewältigen kann.



Warum aber genau an diesem Freitag ein globaler Streik stattfand und viel mehr Menschen teilgenommen haben, als man gedacht habe, hat vor alldingen zwei Gründe:
Erstens hat die Bundesregierung ihr entscheidendes Klimapaket am Freitag in Berlin vorgestellt. Damit werden von nun an Kraftstoffe und Energieträger teurer und Ölheizungen sind ab 2026 verboten. Auch wenn es zumindest ein Schritt in die richtige Richtung war, denke ich nicht dass man die Erderwärmung von 1,5 Grad, die das Paris Klimaabkommen fordert Schaft. Der Zweite Anlass ist der Klimagipfel in New York gewesen, wo man versucht, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens tatsächlich angestrebt werden und um diese Umsetzung zu beschleunigen. Die Klimaaktivistin Greta Thunberg hielt dort auch eine sehr emotionale Rede. Als ich mir das Video der Rede angeschaut habe, konnte ich sehen wie sie mit ihren Tränen kämpfte als sie voller Wut sagte: „Wie konntet Ihr es wagen meine Kindheit zu stehlen mit Euren leeren Worten?“
Mit ihrer Rede hat sie mir bewusst gemacht, wie ernst wirklich die Lage ist. Aber warum muss das eine 16-Jährige auf ihre Schulter nehmen, während die anderen nur von der Wahrheit wegschauen? Sie hat wirklich wahre und klare Worte gesprochen. Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass es meine erste Demonstration war und ich dadurch eine unglaubliche Erfahrung gemacht habe.
Merrit Haske (10a)



 
MK



Veröffentlicht am:
06.10.2019