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AES-Vorlesewettbewerb in Rellinghausen

"In andere Welten entführen"

Nikolaustag. Da denkt man an halbdunkle Räume, gemütliches Kerzenlicht und behagliche Atmosphäre. Genauso präsentiert sich an diesem Adventsvormittag die Rellinghauser AES-Aula beim Vorlesewettbewerb der 6er-Klassen. Der Adventkranz und die Leselampe verbreiten warmes Licht, nur das Mikrofon fremdelt ein bisschen mit dem Gesamtbild.

Mit den Worten „Vorlesen macht Spaß“ leitet Konrektor Martin die Veranstaltung ein. „Man kann damit verzaubern und die Zuhörer in andere Welten entführen.“ Die Kinder wissen genau, was er meint: Kopfkino. Und das mögen sie. Je zwei Vertreter der Klassen 6a, b und c haben sich in den Vorwochen klassenintern bei einem gemeinsamen Leseprojekt nach vorn gelesen und kämpfen nun vor Publikum im Namen ihrer Klassen.

Drei „Fanblöcke“ lauschen gespannt, die Daumen fest gedrückt, schließlich will jede der 6er-Klassen den Gesamtsieger stellen. Beste Stimmung also, die Regeln sind klar: Kurze Vorstellung des Buches eigener Wahl, drei Minuten lesen, dann Vortrag eines unbekannten Textes. Die fachkundige Jury ermittelt den Sieger nach einem Punktsystem.


Julius
Mucksmäuschenstill ist es in der Aula, aller Augen sind auf Julius, 6a, gerichtet. Sein Text handelt vom Abschied von der Oma, die todkrank auf der Spezialstation liegt. Schwerer Stoff also und es hat den Anschein, als kämpfe Julius leise und stockend nicht nur mit der Sprache sondern auch mit dem Inhalt. Nora stellt die Geschichte von Carlotta vor, einem zehnjährigen Mädchen, dessen Eltern getrennt sind und sie zur Probe in ein Internat geschickt haben. Nora gestaltet ihren Vortrag fast fehlerfrei aus.
Nora



Lillyeth
Lillyeth aus der 6b liest konzentriert und flüssig, fast ein bisschen zu schnell. Sie lässt sich von der Geschichte um Zac und der Zoohandlung mitreißen. Sebastian liest seinen Text über magische Tiere zwar sehr flüssig, bleibt in der Tonlage aber etwas gleichförmig.
Sebastian



Luke
Die drei Fragezeichen haben es Luke, 6c, angetan. Es geht um Fußball und Luke ist mit Haut und Haaren voll dabei. Auch Esra hat sich für die drei Fragezeichen entschieden. Es geht um Pinguine. Esra liest flüssig, spielt mit ihrer Stimme, hat aber eine Reihe Stolperer.
Im zweiten Durchgang wird’s für alle sechs noch einmal richtig spannend. Als unbekannte Vorlagen haben die Juroren Baron Münchhausens Lügengeschichten ausgewählt. Texte mit einer nicht alltäglichen Sprache, die für alle eine Herausforderung darstellt. Trotzdem gelingt es fast allen, ihre Passagen flüssig zu lesen. Das sehr disziplinierte Publikum der drei Klassen spendet Applaus.
Esra


Pause. Meditative Musik füllt den Saal, derweil die Jury berät und die Vorleser von ihren Klassen umringt sind. Dann verkündet der stellvertretende Schulleiter Martin Streibert die sehr knappe Entscheidung: The winner is Luke. „Dank an alle, sie haben sich wacker geschlagen.“ Fest steht: Alle sechs haben eine gute Leistung erbracht. Mit hauchdünnem Vorsprung kann Luke unter dem Beifall aller den Wanderpokal entgegennehmen.


Die Teilnehmer des AES-Vorlesewettbewerbs mit Gewinner Luke.
 
Michael Rausch



Veröffentlicht am:
18.12.2019