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Albert-Einstein-Realschule Essen-Rellinghausen

Der Nexit ist Fakt

Tränen lügen nicht

Welche Parallele! Exakt gleichzeitig mit Großbritannien verließ Schulleiter Wolfgang Neuhaus seinen angestammten Platz, so dass man an der AES nun mit Fug und Recht von „Nexit“ sprechen kann. Nach 25½ Jahren an der Albert Einstein Schule räumte er seinen Schreibtisch, um in den Ruhestand zu gehen.


Schulleiter Wolfgang Neuhaus verabschiedete sich.

Nicht jedoch, ohne gebührend Abschied zu feiern. Viele, die ihn auf seinem Weg durch den Schulalltag begleitet hatten, waren gekommen, Schüler, Eltern, Kollegen, Mitarbeiter. Sie alle fanden ausschließlich Worte des Dankes. Der Tenor sämtlicher Ansprachen kann mit einem einzigen Wort zusammengefasst werden: DANKE. Und so konnte der beliebte Schulleiter, der Aufhebens um seine Person so gar nicht mag, noch einmal live hören und sehen, wofür er all die Jahre geschätzt wurde.


Stellvertretend fürs Kollegium bedankte sich der Lehrerrat.

Ganz gleich, wo sie gekramt hatten, in alten Fotoarchiven, DVD-Sammlungen, Aktenordnern oder einfach nur im Oberstübchen – alle hatten etwas Erheiterndes gefunden. Schüler, die bedauerten, dass er die Rolle rückwärts nie vorgeturnt hat, Kollegen, die ihn als „Meister der Liste“ und als Souverän des Fußballtipps erlebten. Sie alle schätzten seinen trockenen Humor, der „alle beflügelte“ und seine unaufgeregte Art, jeder Situation Herr zu werden.













Auch die Eltern sagten „danke“.                  Diese drei erinnerten sich gut an heitere
                                                                         Begegnungen mit dem Schulleiter.


Im eigens zusammengeschnittenen Film mit historischen Skifreizeit-Aufnahmen riefen ihm die Mittenwalder Protagonisten nach: „Wolle, wir vermissen dich.“ Vertreter und Vertreterinnen von Elternschaft und Förderverein dankten für den „engagierten Einsatz für unsere Kinder und die AES“ während Schülervertreter ihm für eine „schöne Schulzeit“ und ordentliche Lernfortschritte in Mathematik dankten und sich wünschten, „dass die offene Atmosphäre an der AES noch bleibt“.
Seine Kollegen der Schulleitung hatten ausgerechnet, dass Wolfgang Neuhaus zwischen den beiden Standorten Kettwig und Rellinghausen in den vergangenen anderthalb Jahren etwa 3600 km an Dienstfahrten absolviert haben muss. Sie schlossen mit den Worten: „Wir freuen uns, dass es dir jetzt besser geht und uns schlechter.“


Die Kollegen der Schulleitung: „Es hat Spaß gemacht, mit dir zusammen-zuarbeiten.“

Der sichtlich bewegte Wolfgang Neuhaus fasste seine Laufbahn so zusammen: „Die gesamte Zeit war eine einzige, nicht enden wollende Reform.“ Dabei habe sich gezeigt, dass „die Wahrheiten von heute die Irrtümer von morgen“ seien. Sein Credo: „Die größte Motivation geht nach wie vor von Lehrern aus und ihrer Begeisterung, mit der sie Schüler mitreißen.“ Er dankte allen Mitarbeitern und wünschte dem gesamten Kollegium viel Kraft. Gleichzeitig rief er es dazu auf, „den pädagogischen Verstand nicht stillstehen zu lassen.“


Die Benimm-AG reichte im Anschluss diskret und charmant Fingerfood und Getränke.

Den glänzenden Rahmen lieferte ein Trio der Zirkus-AG, das komplett selbstständig, ohne Lehrerhilfe ein hochkarätiges Akrobatikprogramm auf die Beine gestellt hatte und der AES-Chor sang gemeinsam mit der Schulband ein fröhliches „We’re gonna miss you when you’re gone“.


Hochkarätige Akrobatik zum Abschied gab es von diesem Trio der Zirkus-AG.













Der AES-Chor bekannte, Wolfgang              Die Schulband schloss sich an: „We’re
Neuhaus vermissen zu werden.                   gonna miss you when you’re gone.“

Kurzfristig zusammengefunden hatte sich der Lehrerchor mit einer selbst getexteten Coverversion von „Tränen lügen nicht“. Wohl wahr: Sämtliche Tränen an diesem Tag waren ausnahmslos echt.


Tränen lügen nicht, genauso wenig wie der Lehrerchor.

 
Michael Rausch



Veröffentlicht am:
03.02.2020

 


URL: http://www.aes-essen.de//de/Newsmeldung?newsid=995&printview=1
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