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Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

KE # Medientag AES

# Medientag AES - Nicht ohne mein Smartphone?!

200 Minuten sind die 12-19-Jährigen momentan täglich Online, innerhalb der letzten 10 Jahre hat sich diese Zahl verdoppelt. 2006 surften die Jugendlichen noch 99 Minuten. Diesen Trend hat die Albert-Einstein-Realschule schon vor einigen Jahren erkannt und schult daher in einer AG Neunt- und Zehntklässler in der Mediennutzung. Diese Schüler sind dann Medienscouts, welche die jüngeren Klassen bei Problemen und Fragen unterstützen. Lehrerin Rebekka Schellhöh bringt die Inhalte der AG auf den Punkt: "In der AG lernen die Großen, welche Fallen vor allem auf Jugendliche im Internet warten. WhatsApp wird von weit über 90% der Jugendlichen täglich genutzt und daher kommt es auch immer wieder zu Problemen, welche die Kleinen in einer wöchentlichen Sprechstunde besprechen können."

Dabei ist es ganz besonders wichtig, dass die Sprechstunden auf Augenhöhe und ohne Lehrer stattfinden. Viele Schüler fassen viel schneller Mut mit fast Gleichaltrigen Probleme zu besprechen, die sie Erwachsenen vielleicht nie anvertrauen würden.

In regelmäßigen Abständen finden in den unteren Jahrgangsstufen komplette Methodentage zu den Medien statt. Am 10.5. war es für die Sechstklässler in Kettwig so weit. Ein ganzer Schultag wurde dem Thema "Handy" gewidmet. Die Schüler sollten sich mit dem Handy beschäftigen, Nutzungsmotive beleuchten, Chatregeln erlernen und rechtliche Grundlagen kennen lernen.



Den Auftakt des Tages machten jeweils 2 Medienscouts, welche die Klassen durch eine erklärende PowerPointPräsentation führten. Julian aus der 9d freute sich über die Mitarbeit der Kinder:" Der Medientag war für mich eine ganz neue Erfahrung, weil wir in der Rolle als Lehrer mit jüngeren Schülern gearbeitet haben. Es gab viele Schüler, die Fragen an uns hatten und die wir ihnen auch sehr gerne beantwortet haben." Trotz des Altersunterschiedes gab es Schnittstellen und wenn es um Online-Spiele und Soziale Netzwerke ging, waren die Jugendlichen jedem Lehrer gegenüber klar im Vorteil. Timon aus der 9d hatte die volle Aufmerksamkeit der Schüler und fand es selbst aber auch spannend: "Es war interessant zu sehen, welche unterschiedlichen Apps die jüngeren Schüler benutzen. Auch die Zeit, die die Schüler mit dem Handy verbringen war sehr unterschiedlich: von einer bis vier Stunden pro Tag."





Nach der Doppelstunde mit den Medienscouts diskutierten und arbeiteten die Sechstklässler mit ihren Klassenlehrern. Während des Tages gab es Gruppen- und Einzelarbeiten und es durfte das Handy zur Recherche und Demonstration bestimmter Inhalte genutzt werden. Besonders als es um Preisfallen oder Gefahren im Netz ging, waren die Schüler aufmerksam wie selten. Der Tag wurde immer wieder durch Rollenspiele oder kleine Filmbeiträge aufgelockert und daher hieß es nach der sechsten Stunde: "Ist der Tag schon vorbei?"



Nach einer Blitzabfrage über den täglichen Medienkonsum nahmen sich alle vor, öfter mal ohne Smartphone auszukommen. In einer Selbstbeobachtung soll herausge-funden werden, ob jeder Einzelne unter oder über dem Durchschnitt von 200 Minuten Onlinenutzung pro Tag liegt. Schulleiterin Ulrike Liebenau setzt Hoffnungen in die Methodentage:" Wenn wir es schaffen, dass die Schüler kritisch mit ihrem Medien-konsum umgehen und vielleicht sogar Gefahren aus dem Weg gehen können, haben wir unser Ziel erreicht!"

Melanie Kühn



Veröffentlicht am:
19.05.2017