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RL Sechs Stipendien für AES-Schüler

Krupp Auslandspraktikum in ganz Europa


"Man lernt, auf andere Leute zuzugehen." Eine der Erfahrungen der AES-Stipendiaten, die in ganz Europa unterwegs waren: Josephine, Lena und Mirjam (obere Reihe v.l.), Gilles, Leander und Leon (untere Reihe v. l.).

Sechs AES-Schüler können stolz sein. Sie gehören zu den auserwählten 50 Essener Jugendlichen des Neuner-Jahrgangs, die eins der begehrten Auslandsstipendien ergattern konnten, die die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung jährlich vergibt. Nun sind sie zurück aus ihren europäischen Gastländern und können etwas erzählen. Das große Abenteuer, in eine andere Kultur einzutauchen und dort das berufliche Leben kennen zu lernen hat sie verändert.

Gilles, der in Spanien gearbeitet hat, rät den zukünftigen Neunern: "Auf jeden Fall bewerben. Es ist sehr zu empfehlen." Und Lena, die in Österreich an Selbstsicherheit gewonnen hat: "Man lernt, auf andere Leute zuzugehen." Leander schwärmt von dem Gefühl, in eine andere Kultur einzutauchen: "Ich habe in Finnland Selbständigkeit gelernt."


Josephine lässt sich am Cabo da Roca, dem westlichsten eiropäischen Festlandspunkt, den Wind um die Nase wehen.

Josephine absolvierte in Portugal das ganze Hotelservice-Programm. Zimmerservice in einem Sporthotel mit überwiegend Schweizer Gästen war ihre Aufgabe. "Es war schon Arbeit", sagt sie, damit erst gar nicht der Eindruck aufkommt, als habe sie einen schönen Urlaub gehabt. Es gab für sie aber auch Freizeit, und da hat sie das Paragliding kennengelernt. "Ich habe das soo geliebt", schwärmt sie.


Leon mit voller Konzentration an seinem südspanischen Krupp-Arbeitsplatz.

Leon konnte im spanischen Valencia einen Einblick in die kruppsche Metallbearbeitung nehmen: "Schweißen, schneiden, bohren, das waren die Techniken." Zwar hatte die gesamteuropäische Erkältungswelle ihn auch in Spanien erwischt, aber seine "sehr nette Familie" hat ihn mit ganz viel Ingwertee wieder aufgepäppelt. Und so konnte er sich unter anderem Valencia ansehen. Seine Augen leuchten, als er davon berichtet: "Es hat mir sehr gefallen."


Mirjam ist beeindruckt vom italienischen Nationalmonument für Viktor Emanuel II in der "ewigen Stadt".

Mirjam hat es sehr gut angetroffen. Ihr Arbeitsplatz war ein Behindertenzentrum nahe Rom und da sie aus einer italienischen Familie stammt, wurde sie sehr schnell warm mit Gästen und Kollegen. "Berührungsängste irgendwelcher Art gab es nicht." Dass die Arbeit ihr Freude gemacht hat, keine Frage. Aber Mirjam verhehlt auch nicht, dass die Ausflüge nach Pompeji oder Montecassino in ihr das Gefühl von Urlaub aufkommen ließen: "Es war einfach nur schön."

Auch Lena kann über ihr österreichisches Hotel nur Gutes sagen: "Ich war in Tirol im Hotelservice beschäftigt, unter anderem in der Kinderbetreu-ung und an der Rezeption. Ich habe nur sehr nette Leute kennengelernt."

Die Universität im südspanischen Murcia war der Arbeitsplatz von Gilles. Sein Tag war ausgefüllt: "Ich habe von 9 bis 14 Uhr in der Medienabtei-lung gearbeitet. Danach hatte ich einen Sprachkurs und anschließend noch mal gearbeitet." Freizeit gab es aber dennoch genug und die konnte er mit seiner und deren drei Kindern im eigenen Ferienhaus am Strand verbringen. Besonders beeindruckt haben ihn die aufwändigen Feierlichkeiten in der Karwoche: "Fünf Tage lang wurde da gefeiert.


Leander genießt den Blick über die beeindruckende eisige Landschaft Finnlands.

"Mein kältester Tag war gefühlt -30° kalt. Gemessen wurden allerdings ‚nur' -22", berichtet Leander, der sein Praktikum in einer deutschsprachigen Vorschule in Essens finnischer Partnerstadt Tampere absolvierte. "Am Straßenrand lagen drei bis vier Meter hohe Schneehaufen." Zu den Kindern hatte er ein sehr gutes Verhältnis: "Die kamen morgens auf mich zu, begrüßten mich und erzählten mir gleich etwas." Die Ausstattung der Schule hat ihn beeindruckt: "Je fünf Kinder hatten ein Tablet, es gab Sprachroboter für alle. Technologisch sind die uns vielleicht 10 Jahre voraus." Zusammen mit seiner Gastfamilie war er in der Hauptstadt Helsinki und der finnischen Landschaft unterwegs, unter anderem auf einem über 30 km langen, zugefrorenen See. "Eine tolle Landschaft."

Michael Rausch




Veröffentlicht am:
30.04.2018