Alles in trockenen Tüchern? Von wegen. Klatschnass waren die Kinder der Jahrgänge 6 und 7 am Ende ihrer Aktion „Picobello Sauberzauber“ in Rellinghausen.

Zwölf Müllsäcke brachten die Kinder der 6d mit.

Die AES ist traditionell dabei, wenn es heißt, zwischen Hexentaufe, Schloss Schellenberg und Annental den Unrat aus dem Stadtbild zu schaffen. Säckeweise hatten sie achtlos (oder eher gezielt?) weggeworfenen Müll aus den Grünanlagen gesammelt: Bierflaschen, Haushaltsmüll, Pappbecher, Verpackungsmaterial.

Besondere „Highlights“: ein Stuhl, ein Autorad samt Felge und ein Pott Quark. Oder war’s Joghurt?

Unglaublich, was so alles in die Landschaft geworfen wird.

Bevor es losging, hatten noch die AES-eigenen Klima Scouts vorbeigeschaut, Schüler der entsprechenden AG. In ihrer Rolle als Multiplikatoren zu dem Themengebiet ordneten sie die Aktion „ Sauberzauber“ in das Nachhaltigkeitskonzept der AES ein und sorgten für den nötigen Hintergrund.

Und als wäre er bestellt, begann gleichzeitig mit der Sammelaktion ein gleichmäßiger Bindfadenregen, der zumindest Gärtnern Freude gemacht hätte.

Schlechtes Wetter, na und? Wir haben einen Job zu erledigen.

Die Kinder hatten allerdings weniger Freude daran, aber sie ließen sich, tapfer wie sie nun mal sind, nichts anmerken. Sie hatten schließlich eine Aufgabe. Die meisten kennen die Aktion schon seit ihrer Grundschulzeit. Seit sie damals die Müllzangen der Essener Entsorgungsbetriebe (EBE) schwangen, hat sich ihrer Einschätzung nach nicht viel geändert.

Und jetzt nix wie rein.

Dass diesmal die Ausbeute geringer wirkte als im Jahr vorher – vielleicht weil man wegen des Regens nicht ganz so lange gesucht hat? Denn dass die Menschen nun plötzlich vernünftig geworden sein könnten, daran mochten die Kinder doch nicht so recht glauben.

Michael Rausch