Chemieunterricht in neuen Räumen! Seit den Herbstferien 2024 waren der Fachraum und der angrenzende Vorbereitungsraum wegen Umbau geschlossen. Doch nun konnte Schulleiterin Dr. Kerstin Sperling-Ischinsky offiziell das Einweihungsband durchschneiden und den Chemieraum seiner Bestimmung übergeben.

Schulleiterin Dr. Kerstin Sperling-Ischinsky übergibt den neuen Chemieraum in Anwesenheit von Vertretern von Verwaltung und Politik.
Vertreter mehrerer beteiligter Fachbereiche der Stadt Essen und Ratsherr Sven Köhler waren eingeladen worden, denn die Schulleiterin wollte sich mit einem kleinen Imbiss bei all denen bedanken, „die sich in besonderer Weise dafür eigesetzt haben. Das Ergebnis ist so wie wir uns gewünscht haben, und wir haben ein großes Mitspracherecht gehabt.“ Großes Lob auch für die „tolle Zusammenarbeit“.
In der Tat ist das Ergebnis ein heller Raum mit viel Tageslicht, beweglichen Tischen, Energiequellen über Kopf sowie großer Digitaltafel. Auch nebenan im zweiten Zimmer sind viel Arbeitsfläche zum Experimentieren und eine „Riesensammlung“ entstanden.

Demonstration für die Gäste: An mehreren Stationen gibt es Experimente zu beobachten.
Chemielehrerin Silke Heimann ist begeistert: „Hier kann ich Dinge vorbereiten und wir können die Geräte ordnungsgemäß nutzen.“ Man darf wohl vermuten, dass auch Albert Einstein selbst zufrieden gewesen wäre.
32 Schülerinnen und Schüler können hier nun gleichzeitig arbeiten und lernen. Das führten gleich einige von ihnen den geladenen Gästen vor, die sich an mehreren Stationen einzelne Phänomene demonstrieren ließen, von flüssigen Indikatoren bis zur elektrischen Leitfähigkeit von Stoffen. Im engen Vorgänger-Raum mit Hörsaal-Charakter und fest montierten, ansteigenden Sitzreihen wäre das nicht möglich gewesen.

Ratsherr Sven Köhler testet die Oberflächenspannung. Wird die Büroklammer schwimmen oder sinken?
Dabei war der Umbau durchaus nicht ohne. Projektleiter Patrick Malcharek von der städtischen Immobilienwirtschaft berichtet von Stahlträgern, die die Decke wegen zusätzlicher Gewichte „ertüchtigen“ sollten. Dabei gab es aber massive Qualitätsmängel, die eine Rücksendung der Träger erforderlich machten. Die Folge waren wochenlange Verzögerung und Kostensteigerung.
Dennoch blieb das Projekt im Zeitrahmen und ermöglicht jetzt einen zeitgemäßen Chemieunterricht, der allen Anforderungen gerecht wird. An der AES stimmt die Chemie wieder.
Michael Rausch

Erinnerungen an die eigene Schulzeit bei den Gästen. Die Räume sind heute allerdings deutlich besser.
