„Atemberaubend“

fand Schulleiterin Dr. Kerstin Sperling-Ischinsky das soeben erlebte Varieté-Programm von AES-Zirkus- und Benimm-AG. In ihrer Lobrede würdigte sie Einsatz und Engagement während eines ganzen Jahres der Arbeit: „Man spürt die Freude und euren Stolz.“

Willkommen zu „HERZLICH & HERZHAFT“

Noch einen Tag vorher hatte die rund 35-köpfige Truppe einen Zirkus-Nachmittag absolviert, bei dem sie ihr aktuelles Programm „HERZLICH & HERZHAFT“ der Öffentlichkeit vorstellte. Nun aber ein anderer Rahmen: Von der Benimm-AG liebevoll eingedeckte Tische bilden die Szenerie für einen Abend, reich an Höhepunkten. Das Programm war eine Abfolge von Akrobatik, Jonglage, Gesang, Tanz und witzigen Sketchen. Das Ganze, garniert mit Profi-Lichteffekten, aufwendigen Kostümen und handverlesener Musik.

Leerlauf kam auch in den Pausen nicht auf. Wenn das Saallicht aufleuchtete, servierte die Benimm-AG nach allen Regeln der Kunst den Begrüßungscocktail, Canapés, Käsehäppchen und Gebäck servierte, begleitet von alkoholfreien Getränken. Exakt getaktete, willkommene Abwechslung auch für den Gaumen.

Das Publikum weiß die Häppchen zu schätzen.

Immer wieder reagierte das Publikum begeistert und überrascht, zu welchen Leistungen das gesamte Team fähig ist. Diabolos, Wippen und Walzen waren im Einsatz, Lichteffekte und Ton setzten Akzente. Junge Akrobaten bauten Pyramiden und sprangen über mehrfach gekreuzte Seile, gefolgt von Tanz, der wahre Jubelstürme auslöste.

Dann ein Schwenk, der Verfolger lenkt alle Blicke auf die Rückwand, wo Akrobatinnen Balanceakte auf der Slackline vollführen. Und immer wieder zwischendurch die Clowns. Szenen aus dem Leben, zum Beispiel beim Friseur treffen den Geschmack der Gäste, die die Pointen mit schallendem Gelächter quittieren.

Zauberei: So viele Messer und kein Blut geflossen.

Ein Tanz mit Lichtern läutet das Finale ein, eine tolle Kombination aus Musik, Bewegung und farbigem Licht. Zirkushund Fips fliegen alle Herzen zu als er seine Dressurnummern aufs Parkett legt. Zirkus-Co-Direktor Tim Fischer lässt seinen Kopf im Schwerterkasten (scheinbar) von zwölf blitzenden Messern durchbohren. Und dann ein Schnelldurchlauf durch alle Nummern.

Besondere Freude drückte die Schulleiterin während ihrer Laudatio darüber aus, dass auch ehemalige Zirkus-Artisten an der Technik mitgewirkt hatten oder als Gäste die Vorstellung besuchten. Die AES übt mit ihrer Zirkus-AG offensichtlich eine magische Sogwirkung aus, die über Jahre anhält.

Michael Rausch