Simon K. (9a): Mein Aufenthalt in Zaragoza, Spanien
Die Bewerbung für das Krupp-Stipendium bot mir die einzigartige Gelegenheit, fremde Kulturen und Menschen kennenzulernen. Als ich erfuhr, dass meine Reise nach Spanien führen würde, war ich sowohl überrascht als auch begeistert. Die Aussicht, in einem neuen Land zu leben und zu arbeiten, faszinierte mich zutiefst.
Die Reise nach Zaragoza verlief größtenteils reibungslos, mit Ausnahme eines kleinen Kommunikationsproblems beim Shuttle-Service am Flughafen Madrid zum Hauptbahnhof. Trotz dieses kleinen Dämpfers war ich gespannt auf das, was mich in Spanien erwartete.
In Zaragoza wurde ich von meinen Gasteltern herzlich empfangen. Sie nahmen mich in ihrer Familie auf und machten mich mit der spanischen Kultur vertraut. Mein Gastvater ist der CEO von ThyssenKrupp Rothe Erde Spain, einem Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Großwälzlagern spezialisiert hat. Diese Firma ist eine Tochtergesellschaft der ThyssenKrupp AG und hat sich auf die Produktion von Sonderanfertigungen für die Bau- und Infrastrukturbranche sowie für erneuerbare Energien spezialisiert. Die spanische Niederlassung ergänzt die Werke in Deutschland, indem sie spezielle Anfertigungen herstellt, die in Deutschland kapazitätstechnisch nicht möglich sind.
Mein Praktikum absolvierte ich hauptsächlich in der Verwaltung und der Ingenieursabteilung des Unternehmens. Dort erstellte ich 2D- und 3D-Zeichnungen von Großwälzlagern, was mir die Gelegenheit bot, meine schon bestehenden CAD-Kenntnisse anzuwenden. Es war erfreulich festzustellen, dass viele Mitarbeiter relativ gut Deutsch sprachen, was die Kommunikation erleichterte. Neben der Arbeit in der Ingenieursabteilung, war ich auch bei Besprechungen und Kundenbesuchen zugegen, was mir einen umfassenden Einblick in die Unternehmenskultur gab.
In meiner Freizeit erkundete ich Zaragoza und seine Kultur. Ich besuchte Sehenswürdigkeiten, wie die Basílica del Pilar, eine der bedeutendsten Barockkirchen Spaniens, ebenso wie das Mobilitätsmuseum, welches sich in der beeindruckenden Zaha-Hadid-Brücke befindet. Da ich in der Osterzeit in Zaragoza war, erlebte ich die die Semana Santa, eine bedeutende und traditionsreiche Oster-Prozession mit über 100.000 Besuchern und 15.000 Teilnehmern, die nicht nur religiöse Bedeutung hat, sondern auch als kulturelles Highlight gilt. Ein weiteres Highlight war ein Wochenendausflug nach Alicante, wo ich die Küstenstadt erkundete und die Familie meiner Gasteltern kennenlernte.
Diese Reise war ein großartiges Abenteuer mit vielen neuen Eindrücken, besonders in Bezug auf die spanische Kultur und Kulinarik. Ich bin dankbar für diese Erfahrung und freue mich darauf, den Kontakt zu meiner Gastfamilie aufrechtzuerhalten. Die Zeit in Spanien hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich auf neue Erfahrungen einzulassen und sich in fremden Kulturen zurechtzufinden. Sie hat mir nicht nur berufliche Fähigkeiten vermittelt, sondern auch eine tiefere Verbindung zur spanischen Kultur und ihren Menschen ermöglicht.
Dennis B. (9a): Mein Aufenthalt in Toulouse, Frankreich
Ich habe mich entschieden, bei der Krupp Stiftung ein Auslandspraktikum zu absolvieren, um Inspiration zu finden und neue Menschen kennenzulernen. Ich bin nach Toulouse in Frankreich gekommen und habe in der Renovierungsabteilung der Firma Crespy Groupe gearbeitet. Bis zwei Tage vor der Abreise sollte ein weiterer Stipendiat mitkommen, damit wir zu zweit sind, aber er hat abgesagt.
Es gab einige Probleme, einen 15-jährigen alleine ins Ausland zu schicken, aber mit Erlaubnis meiner Eltern habe ich mich entschieden den Weg, den ich eingeschlagen habe, zu beenden. Am Montagmorgen ging die Reise los. Ich kam an, und der Chef hat mich am Flughafen abgeholt und mich zu meinem Apartment gebracht. Am nächsten Tag begann die Arbeit.
Es war nicht schwer, aber auch nicht leicht. Ich habe verschiedene Aufgaben erledigt und vieles über Elektrizität und Abwasserrohre gelernt. Ich habe viele wertvolle Dinge gelernt. Am Wochenende habe ich Museen besucht und die Stadt erkundet. Es ist schade, dass der andere nicht kommen konnte. Ich musste viel selbst kochen, was viel Zeit gekostet hat. Alles in allem war es eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde.
Felix K. (9a): Mein Aufenthalt in Tokio, Japan
Ich habe mich für das Krupp-Stipendium beworben, weil es mir die Möglichkeit bot, ins Ausland zu reisen, um fremde Kulturen und Menschen kennenzulernen. Als die Nachricht kam, dass meine Reise nach Japan geht, war ich sehr überrascht, aber gleichzeitig auch sehr begeistert. Ich habe mich sehr gefreut.
Zuerst einmal ist Japan natürlich ein toller Ort für ein Auslandspraktikum, weil dort natürlich alles anders und viel moderner ist. Ich kann nicht alles in diesem Artikel festhalten, aber ich werde von den eindrucksvollsten Erfahrungen berichten.
Am ersten Tag sind wir nach 12 Stunden und 45 Minuten Flug in Tokio gelandet und sind dann mit dem Bullet Train nach Koriyama gefahren. Am ersten Tag haben wir den Bürgermeister der Stadt Koriyama getroffen. Alle Menschen in Japan sind sehr freundlich, offen und zuvorkommend.
In den darauffolgenden zwei Wochen haben wir Praktika besucht, unter anderem bei einer Weinbrennerei, einer Elektronikfirma, einem Bauernhof und einem japanischen Fernsehsender. Alle Praktika waren sehr spannend, interessant und haben mir großen Spaß bereitet.
Mein eindrucksvollstes Erlebnis in Japan war wohl im Fukushima Government. Dort erlebte ich mein erstes Erdbeben. Nachdem wir dort den Tag verbracht hatten, begleitete uns eine Mitarbeiterin zum Aufzug. Als die Türen sich schließen wollten, ging der Aufzug plötzlich wieder auf. Wir wussten erstmal gar nicht, was los war, aber unser Ansprechpartner meinte, es sei ein Erdbeben. Dann hat es für 20 Sekunden gewackelt, ein relativ langes Erdbeben für die Stärke 4.0.
Ein weiteres großes Highlight während meines Japan-Aufenthalts war der Tag in der Deutschen Botschaft. Herr Howoldt hat uns in Empfang genommen, den ganzen Tag begleitet, und uns über viele Sachen über Koriyama und Tokio informiert.
Wenn man so wie ich im Februar/März nach Japan reist, hat man das große Glück, die einzigartige Kirschblüten-Zeit, die sogenannte Sakura, mitzuerleben. Diese ist sehr imposant und eindrucksvoll, sie gibt es nirgendwo anders auf der Welt in diesem Umfang.
Am letzten Tag haben wir erneut den Bürgermeister getroffen und uns von allen verabschiedet. Dann ging es 14:45 Stunden wieder zurück nach Deutschland. Es war eine großartige Reise. Jeder Tag war ein Abenteuer. Eine wunderschöne Zeit mit vielen neuen Eindrücken, Erfahrungen und Erlebnissen, die ich nie vergessen werde.